China verdient Millionen mit Rekord-Weiterverkäufen von Flüssiggas
China verkauft verflüssigtes Erdgas (LNG) in Rekordmengen weiter, da die Preise in Asien stark anziehen. Der deutliche Anstieg folgt auf steigende Spannungen im Nahen Osten und einen Rückgang der inländischen Nachfrage. Allein im März hat das Land bis zu zehn Ladungen umgeschlagen – die höchste monatliche Menge, die jemals verzeichnet wurde.
Die LNG-Preise in Asien sind seit der Eskalation der Konflikte zwischen den USA, Israel und dem Iran um etwa 85 Prozent explodiert. Unterbrechungen bei den Lieferungen durch die Straße von Hormus haben die Kosten zusätzlich in die Höhe getrieben. Dieser Preisschub macht den Weiterverkauf für China äußerst lukrativ: Eine einzige Standardladung bringt nun bis zu 40 Millionen US-Dollar Gewinn ein.
Seit Januar 2023 hat China insgesamt 1,31 Millionen Tonnen LNG – das entspricht 19 Ladungen – weiterverkauft. Im März erreichte die Weiterverkaufsaktivität ihren Höhepunkt, zeitgleich mit einem starken Einbruch der Binnennachfrage. In diesem Monat sanken auch Chinas LNG-Importe auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren: 3,68 Millionen Tonnen – der schwächste Wert seit April 2018.
Um günstigere Bezüge zu sichern, nutzen chinesische Käufer die massiven Rabatte des russischen Unternehmens Nowatek. Das Unternehmen bot Preisnachlässe von 30 bis 40 Prozent auf Brennstoff aus seinem Arctic-LNG-2-Projekt an. Die Gewinnspannen beim Weiterverkauf übersteigen mittlerweile die Einkaufskosten um das Dreifache, was den Handel besonders profitabel macht.
Die Kombination aus geopolitischen Spannungen und sinkender Nachfrage hat China zu einem der größten LNG-Weiterverkäufer werden lassen. Da die Gewinne pro Lieferung zehn Millionen US-Dollar übersteigen, zeigt sich kein Ende des Trends. Die Fähigkeit des Landes, stark rabattierte Bezüge zu sichern, festigt seine Position auf dem volatilen Markt zusätzlich.






