CLARITY Act: Warum das US-Krypto-Gesetz ins Stocken gerät und was jetzt passiert
Lina SeidelCLARITY Act: Warum das US-Krypto-Gesetz ins Stocken gerät und was jetzt passiert
Der US-amerikanische CLARITY Act arbeitet sich durch den Kongress – doch sein Vorankommen gestaltet sich langsamer als erwartet. Das geplante Gesetz soll klarere Regeln für Krypto-Unternehmen, Börsen, Token-Emittenten und Investoren schaffen. Befürworter argumentieren, es könnte den Zugang zu US-Finanzprodukten erweitern und Innovationen im Land halten.
Der bekannte Krypto-Investor Mike Novogratz geht davon aus, dass der Gesetzentwurf bereits Anfang Mai in den Ausschuss gelangen könnte. Bei einer Zustimmung könnte er bis Juni auf dem Schreibtisch des Präsidenten landen. Er hat sowohl Demokraten als auch Republikaner aufgefordert, das Vorhaben zu unterstützen, und es als entscheidend für die finanzielle Führungsrolle der USA bezeichnet.
Streitigkeiten zwischen traditionellen Banken und Krypto-Firmen haben den Prozess jedoch verzögert. Die anfängliche Marktoptimismus über eine schnelle Verabschiedung ist verflogen. Auch die Senatorin Cynthia Lummis warnte, den Abgeordneten könnte die Zeit davonlaufen, um das Gesetz noch durchzubringen.
Novogratz sieht in dem Act eine Chance, die Tokenisierung voranzutreiben und so Anteile oder Vermögenswerte großer Unternehmen einer globalen Nutzerschaft zugänglich zu machen. Alex Thorn von Galaxy Digital räumt dem Gesetz jedoch nur eine 50-prozentige Chance ein, 2026 verabschiedet zu werden. Das Ergebnis bleibt ungewiss, während die Debatten anhalten.
Der CLARITY Act könnte die Spielregeln für Krypto-Unternehmen in den USA neu definieren. Bei einer Verabschiedung könnte er den Weg für einen breiteren Zugang zu Finanzprodukten über digitale Geldbörsen ebnen. Sein Erfolg hängt nun davon ab, politische Hürden und Branchenkonflikte zu überwinden.






