30 April 2026, 18:02

Comedian Idrak Mirzalizade zerpflückt unkritisches RT-Interview mit Lukaschenko

Ein Mann in einer schwarzen Kapuzenjacke und einem schwarzen Anzug mit einem weißen Hemd, der ein Mikrofon hält, steht selbstbewusst vor einer Wand und sieht aus wie ein Comedian mit zurückgekämmtem Haar.

Comedian Idrak Mirzalizade zerpflückt unkritisches RT-Interview mit Lukaschenko

Der Stand-up-Comedian Idrak Mirzalizade hat ein Interview zwischen dem RT-Propagandisten Rick Sanchez und dem belarussischen Diktator Alexander Lukaschenko scharf kritisiert. Die Äußerungen fielen während Mirzalizades YouTube-Show Low Minds, in der er die Art von Sanchez' Fragen sowie dessen Behauptungen über Pressefreiheit hinterfragte.

Rick Sanchez, bekannt für seine Tätigkeit beim vom russischen Staat finanzierten Sender RT, hatte kürzlich ein Gespräch mit Lukaschenko geführt. Dabei soll Sanchez dem belarussischen Machthaber unter anderem mit schmeichelhaften Worten begegnet sein, etwa mit Sätzen wie "Alexander Grigorjewitsch, Sie sind einzigartig! Sie sind unglaublich!" Mirzalizade hob diese Aussagen als Beispiele für unkritischen Journalismus hervor.

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Der Comedian verwies zudem darauf, dass Sanchez in der Vergangenheit betont hatte, bei RT keinerlei Einschränkungen in seiner Arbeit zu erfahren. Mirzalizade scherzte, angesichts des Tons des Interviews hätten Sanchez' Fragen eigentlich im Voraus abgesegnet werden müssen. Seine Kritik richtete sich vor allem gegen das Fehlen herausfordernder oder inhaltlich substanzieler Diskussionen mit Lukaschenko, der weltweit als autoritärer Herrscher gilt.

Die Sequenz wurde in Low Minds ausgestrahlt, einer YouTube-Sendung, die von Mirzalizade moderiert wird und in der er häufig humorvolle politische Kommentare liefert. Seine Aussagen spiegeln eine breitere Skepsis gegenüber der redaktionellen Unabhängigkeit von RT und der Art wider, wie Journalisten des Senders Interviews führen.

Mirzalizades Kritik reiht sich ein in die anhaltende Prüfung der journalistischen Praktiken von RT. Das betreffende Interview sowie frühere Aussagen von Sanchez haben die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie staatsnahe Medien mit umstrittenen Persönlichkeiten umgehen. Die Bemerkungen des Comedians unterstreichen zudem die Rolle der Satire bei der Auseinandersetzung mit politischen und medialen Narrativen.

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