01 May 2026, 22:39

Consensys warnt vor überzogenen Stablecoin-Regeln der US-Behörde OCC

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere Kryptowährungen auf einem weißen Hintergrund.

Consensys warnt vor überzogenen Stablecoin-Regeln der US-Behörde OCC

Krypto-Unternehmen Consensys kritisiert geplante Stablecoin-Regeln der US-Behörde OCC

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Das Krypto-Unternehmen Consensys hat Bedenken gegen die von der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde Office of the Comptroller of the Currency (OCC) vorgeschlagenen Regeln für Stablecoins geäußert. Das Unternehmen argumentiert, dass zentrale Bestimmungen über das gesetzgeberische Ziel hinausgehen und Innovationen auf den Märkten für digitale Vermögenswerte ersticken könnten. Die Stellungnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Regulierungsbehörden strengere Kontrollen für die Ausgabe und Verbreitung von Stablecoins prüfen.

Der Entwurf der OCC zielt darauf ab, Emittenten von Stablecoins daran zu hindern, Inhabern Zinsen oder Erträge anzubieten – eine Maßnahme, die dem GENIUS Act entspricht, der passive Renditen unterbinden soll, die mit Bankeinlagen konkurrieren könnten. Consensys warnt jedoch, die Behörde gehe noch weiter, indem sie dieses Verbot auf „verbundene Dritte“ ausdehne, darunter auch Vertriebspartner, die selbst keine Emittenten seien.

Das Unternehmen betont, dass Vertriebspartner, die Nutzern Anreize wie Rabatte oder Prämien bieten, dies aus eigenen kommerziellen Gebühren finanzieren – und nicht über vom Emittenten gezahlte Erträge. Zudem klärt Consensys auf, dass Kreditgeschäfte im dezentralen Finanzwesen (DeFi) auf Plattformen wie Aave eine aktive Anlageentscheidung der Nutzer darstellen und keine passive Rendite des Emittenten sind.

Ein weiterer Streitpunkt ist das mögliche Verbot der OCC, wonach ein einzelner lizenzierter Emittent keine mehreren co-branded Stablecoins unterstützen darf. Consensys lehnt ein pauschales Verbot ab und schlägt stattdessen vor, dass Offenlegungspflichten und getrennte Vermögenspools Risiken besser steuern könnten, ohne den Wettbewerb zu behindern.

Das Unternehmen fordert die OCC auf, die Regelung zu überarbeiten, da der aktuelle Entwurf fälschlicherweise Nicht-Emittenten ins Visier nehme und die Absicht des Kongresses missverstehe.

Die Rückmeldung von Consensys unterstreicht die Spannungen zwischen regulatorischer Aufsicht und Branchenflexibilität. Wird die Regelung wie vorgeschlagen umgesetzt, könnte sie die Verbreitung und Anreizgestaltung von Stablecoins einschränken. Die vom Unternehmen vorgeschlagenen Alternativen – Transparenz und Trennung der Mittel – zielen darauf ab, Risikomanagement und Marktentwicklung in Einklang zu bringen.

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