Cubix-Kino am Alexanderplatz droht nach 23 Jahren das Aus durch Hotelpläne
Emil LangeCubix-Kino am Alexanderplatz droht nach 23 Jahren das Aus durch Hotelpläne
Cubix-Kino am Alexanderplatz könnte nach über 20 Jahren schließen
Das Cubix-Kino am Berliner Alexanderplatz könnte bald seine Türen für immer schließen – nach mehr als zwei Jahrzehnten. Der Gebäudeeigentümer TLG Immobilien plant, den Standort bis Ende 2026 in ein Hotel mit 300 Zimmern umzuwandeln. Dies ist nur der jüngste Fall in einer Reihe von Kinoschließungen in der Stadt, zu denen auch Häuser in Friedrichshain und im Sony Center zählen.
Das Cubix eröffnete im Oktober 2001 und ersetzte das ehemalige Restaurant Alextreff. Mit neun Sälen und Platz für bis zu 2.400 Gäste prägte es über 20 Jahre lang das kulturelle Leben am Alexanderplatz. Trotz der langen Tradition gibt der Betreiber an, das Kino gerne am selben Standort weiterführen zu wollen.
Doch TLG Immobilien verfolgt konkrete Pläne für eine Umnutzung. Gemeinsam mit einem noch nicht genannten Hotelbetreiber will das Unternehmen rund 50 Millionen Euro in den Umbau investieren. Obwohl das Angebot an Hotels in der Gegend bereits gesättigt ist – etwa durch das nahegelegene Motel One – könnte das Projekt den Alexanderplatz noch stärker auf Tourismus und Gastgewerbe ausrichten.
Das Bezirksamt Mitte hat die künftige Nutzung des Gebäudes offiziell als Hotel ausgewiesen. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnte sich das bisherige Mischungsverhältnis aus Einzelhandel, Kultur und Verkehr am Alexanderplatz verändern – mit weniger Büroräumen, aber mehr Besuchern. Andere Berliner Kinos wie das Colosseum an der Schönhauser Allee mussten in den vergangenen Jahren ebenfalls schließen, wobei einige, wie das Colosseum, eine Wiedereröffnung planen.
Die geplante Hotel-Umwandlung markiert einen weiteren Einschnitt in die Berliner Kinolandschaft. Wird das Vorhaben genehmigt, reiht sich das Cubix in die wachsende Liste ehemaliger Filmspielstätten ein, die einer neuen Nutzung zugeführt werden. Die Fertigstellung des Projekts bis Ende 2026 würde das Gleichgewicht zwischen Wirtschaft, Tourismus und Kultur am Alexanderplatz weiter verschieben.






