DACA-Schutz verweigert: Frau nach 30 Jahren in den USA abgeschoben – und kehrt zurück
Emil LangeDACA-Schutz verweigert: Frau nach 30 Jahren in den USA abgeschoben – und kehrt zurück
Maria de Jesus Estrada Juarez, eine langjährige US-Bewohnerin mit Schutzstatus nach dem DACA-Programm, wurde im Februar 2023 rechtswidrig in ihr Herkunftsland abgeschoben. Nach einer Bundesklage und einer einstweiligen gerichtlichen Anordnung durfte sie am 30. März in die USA zurückkehren.
Estrada Juarez hatte fast drei Jahrzehnte lang unter dem Programm Deferred Action for Childhood Arrivals (DACA) in den USA gelebt. Am 18. Februar 2023 begab sie sich zu einem Routinetermin bei der Einwanderungsbehörde, wurde jedoch festgenommen und abgeschoben – gestützt auf einen nie vollstreckten Abschiebebeschluss aus dem Jahr 1998.
Ihr Anwaltsteam reichte am 23. März eine Bundesklage ein und argumentierte, die Abschiebung verstoße gegen ihre DACA-Rechte. Noch am selben Tag erließ ein Richter eine einstweilige Verfügung und ordnete ihre Rückkehr innerhalb von sieben Tagen an. Das Heimatschutzministerium (DHS) behauptete zwar, sie sei illegal wieder eingereist, doch das Gericht entschied zu ihren Gunsten.
Am 30. März kehrte Estrada Juarez in die USA zurück – nur wenige Tage, bevor ihr DACA-Status Ende April auslaufen sollte.
Der Fall zeigt die Risiken auf, denen DACA-Begünstigte trotz ihres geschützten Status ausgesetzt sind. Zwar ist Estrada Juarez nun wieder in den USA, doch ihre rechtliche Situation bleibt ungewiss, da ihr DACA-Schutz bald endet. Bis 2026 liegen keine öffentlich dokumentierten Daten von Menschenrechtsorganisationen zu ähnlichen Abschiebefällen vor.






