05 April 2026, 01:08

Demna G. Muliers Alaïa-Kollektion 2026 begeistert – doch Versace wartet schon

Eine Gruppe von Models in weißen Kleidern und Hüten läuft über einen Laufsteg während der Cymbeline Brautmodenwoche 2020, mit einem Publikum auf der rechten Seite und einem dunklen Hintergrund mit einem Bildschirm.

Demna G. Muliers Alaïa-Kollektion 2026 begeistert – doch Versace wartet schon

Demna G. Muliers neueste Kollektion für Alaïa löste in der Modewelt eine kraftvolle Resonanz aus. Die Präsentation der Sommer/Herbst-Saison 2026 endete mit minutenlangem, emotionalem Stehapplaus – ein Beweis für die Wirkung seiner mutigen Entwürfe. Gleichzeitig sorgt seine jüngste Ernennung zum Chefdesigner bei Versace für große Neugier: Wie wird er die ikonische Marke künftig prägen?

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Die Kollektion zeigte Muliers markante Mischung aus 90er-Jahre-Einflüssen und körperbetonten Schnitten. Lange, taillierte Mäntel und drapierte Roben trafen auf Maxikleider, unterstrichen von seinem Gespür für präzise Schneiderkunst und fließende Silhouetten. Ein absolutes Highlight: ein skulpturales, bernsteinfarbenes Röhrenkleid mit manschettenartigen Abschlüssen an den Knöcheln – ein Beleg für seinen Willen, Grenzen zu sprengen.

Auch Archiv-Elemente spielten eine zentrale Rolle, etwa drapierte Kapuzenkleider oder übergroße Oberbekleidung. Der Finale-Auftritt präsentierte noch experimentellere Kreationen, darunter Rock-Hosen-Hybride, Fransenpullover mit Leggings-Optik und Lederjacken kombiniert mit Tutus. Hinter den Kulissen würdigte Mulier sein Team: Porträtaufnahmen des Fotografen Keizo Kitajima zeigten Atelier-Mitglieder an den Wänden des Veranstaltungsorts, und in den Show-Notes dankte er ihnen ausdrücklich.

Prominente Gäste wie Matthieu Blazy von Chanel oder Raf Simons von Prada verhalfen der Show zu zusätzlichem Glanz. Doch während Mulier nun seine neue Position bei Versace antritt, beobachtet die Branche gespannt seine nächsten Schritte. Bisher gibt es unter seiner Leitung noch keine Kollektionen – wie er das Erbe der Marke interpretieren wird, von Medusa-Motiven bis zu barocken Prints, bleibt vorerst ein Rätsel.

Alaïa hat noch keinen Nachfolger für Mulier benannt, sodass die Zukunft der Marke ungewiss ist. Seine letzte Schau für Alaïa festigte seinen Ruf als visionärer, nostalgisch inspirierter Designer. Jetzt richten sich alle Blicke auf Versace – wo seine kreative Handschrift noch ein Geheimnis ist.

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