26 April 2026, 16:03

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut

Straßenbahn fährt durch eine Straße mit hohen Gebäuden, Strommasten, Fußgängern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai für ein Jahr stabil zu halten. Die Entscheidung ist Teil der Bemühungen, die Folgen der Energiekrise abzufedern. Doch Fahrgastverbände kritisieren den Schritt als unzureichend und fordern weitergehende Maßnahmen.

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Vorstandschefin Evelyn Palla bestätigte die Preisbremse als Reaktion auf die durch die Energiekrise gestiegenen Kosten. Das Vorhaben soll Reisenden in wirtschaftlich unsicheren Zeiten Entlastung bieten. Doch nicht alle sehen darin eine ausreichende Lösung.

Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, argumentierte, dass ein bloßer Verzicht auf Preiserhöhungen nicht ausreiche. Er verwies auf anhaltende Probleme wie Verspätungen und Zugausfälle, die Fahrgäste weiterhin verärgerten. Zudem variierten die Ticketpreise je nach Strecke und Nachfrage bereits stark, sodass die Wirkung der Preisgarantie unklar bleibe.

Pro Bahn bezeichnete die Ankündigung als halbherzigen Kompromiss. Neuß forderte stattdessen spürbare Preissenkungen – zumindest befristet –, um Fahrgäste in finanziellen Engpässen besser zu unterstützen.

Die Preisbremse tritt am 1. Mai in Kraft und gilt für zwölf Monate. Während die Deutsche Bahn sie als Antwort auf die wirtschaftlichen Herausforderungen präsentiert, bestehen Kritiker auf weitergehende Schritte. Die Debatte zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen dem Bahnkonzern und Fahrgastvertretern in Fragen von Servicequalität und Bezahlbarkeit.

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