Deutsche Bahn verschärft Sicherheit im Regionalverkehr mit Kameras und KI-Überwachung
Emil LangeDeutsche Bahn verschärft Sicherheit im Regionalverkehr mit Kameras und KI-Überwachung
Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen im Regionalverkehr ein
Ab Juli setzt die Deutsche Bahn verstärkte Sicherheitsvorschriften für ihre Regionalzüge um. Dazu gehören erweiterte Schulungen für Mitarbeiter, der Einsatz von Körperkameras sowie Testphasen mit Stichschutzwesten. Einige der Neuerungen treten bereits im Juli in Kraft.
Bis August werden alle Mitarbeiter im Kundenkontakt eine verpflichtende Deeskalationstraining absolvieren. Neu hinzugekommen ist ein Modul zum Thema „Durchsetzungsfähigkeit in Zügen“, das das Personal besser auf schwierige Situationen vorbereiten soll.
Auch Körperkameras spielen künftig eine größere Rolle in der Sicherheit. Alle Beschäftigten erhalten eine Schulung zu deren Handhabung, das Tragen bleibt jedoch freiwillig. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Kameras abschreckend wirken: Bei über 500 Vorfällen führte nur einer zu einem schweren Angriff.
Zusätzlich testet die Deutsche Bahn ab Juli Stichschutzwesten als Teil der erweiterten persönlichen Schutzausrüstung. Weitere Maßnahmen wie „Einzelbetreuung“ und doppelte Besetzung in Zügen haben sich bereits in Pilotprojekten bewährt.
Derzeit wird zudem der Einsatz von KI-Technologie zur Echtzeit-Überwachung von Zugkameras geprüft. Das System soll Konflikte sofort erkennen und so schnellere Reaktionen der Einsatzkräfte ermöglichen. Neben Videoaufnahmen werden künftig auch Audioaufzeichnungen eingeführt, um Straftaten vorzubeugen und Ermittlungen zu unterstützen.
Ziel der Maßnahmen ist es, die Sicherheit für Personal und Fahrgäste zu erhöhen. Körperkameras, Stichschutzwesten und KI-gestützte Überwachung könnten Vorfälle reduzieren und Notfallreaktionen beschleunigen. Die Deutsche Bahn erwartet, dass die Änderungen bis zum Spätsommer vollumfänglich greifen.






