14 April 2026, 18:02

Deutsche Industrie ächzt unter Konfliktsfolgen: Lieferketten und Kosten in der Krise

Liniengraph, der einen abwärtsgerichteten Trend bei den projizierten zukünftigen Ölimporte zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Deutsche Industrie ächzt unter Konfliktsfolgen: Lieferketten und Kosten in der Krise

Eine neue Umfrage zeigt, dass die deutsche Industrie bereits unter den Folgen des anhaltenden Konflikts leidet. Die Ergebnisse, die Teil des monatlichen Ifo-Geschäftsklimaindex sind, offenbaren weitverbreitete Sorgen um Lieferketten, Kosten und die künftige Nachfrage.

Bisher ist nur ein kleiner Teil der Unternehmen von der Krise unberührt geblieben. Steigende Energiepreise stehen ganz oben auf der Liste der Probleme – 78 Prozent der Industriebetriebe nennen sie als größte Herausforderung. Weitere 36 Prozent verweisen auf Engpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten als zentrales Problem. Ein ebenso großer Anteil sieht zudem Störungen der Schifffahrtsrouten als wachsendes Risiko.

Auch im Luftfrachtverkehr drohen Verzögerungen: 16 Prozent der Unternehmen befürchten hier Folgewirkungen. Gleichzeitig rechnen 24 Prozent mit einem Nachfragerückgang in wichtigen Exportmärkten aufgrund des Konflikts.

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Neben den Lieferkettenproblemen kämpfen die Unternehmen mit finanziellen Belastungen. Schwankende Fracht- und Logistikkosten, höhere Versicherungsprämien und häufigere Zahlungsausfälle verschärfen die Lage. Viele Firmen erwarten in den kommenden Monaten weitere Schwierigkeiten.

Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, betonte, dass der Konflikt die Industrie direkt treffe und tiefe Verunsicherung auslöse. Seine Aussagen spiegeln die allgemeine Beunruhigung wider, die sich auch in den Daten zeigt.

Die Erhebung zeichnet das deutliche Bild einer unter Druck stehenden Branche. Da bisher nur 9 Prozent der Unternehmen keine Auswirkungen verzeichnen, bereitet sich die Mehrheit auf weitere Herausforderungen vor. Steigende Kosten, Risiken in den Lieferketten und eine schwächere Nachfrage werden die Unternehmensentscheidungen in naher Zukunft prägen.

Quelle