12 April 2026, 00:08

Deutsche Wirtschaft wächst nur halb so stark wie erwartet – Energiepreise bremsen aus

Blaue Liniengrafik, die die Euro-Zonen-Inflationsraten in den Vereinigten Staaten zeigt, mit erklärendem Text oben.

Deutsche Wirtschaft wächst nur halb so stark wie erwartet – Energiepreise bremsen aus

Die Wirtschaftslage Deutschlands hat sich laut einer neuen Prognose von sechs führenden Forschungsinstituten deutlich verschlechtert. In der aktuellen Vorhersage wird das erwartete Wachstum für 2026 halbiert – als Hauptgrund gelten stark gestiegene Energiepreise im Zuge des Iran-Konflikts. Der Bericht dient zudem als Grundlage für die anstehenden Wirtschaftspläne der Regierung.

Im gemeinsamen Frühjahresgutachten, das von Instituten in Deutschland und Österreich erstellt wurde, wird nun nur noch ein Wachstum von 0,6 % für 2026 und 0,9 % für 2027 prognostiziert. Zuvor waren die Schätzungen mit 1,3 % bzw. 1,4 % deutlich optimistischer ausgefallen. Als Hauptgrund für die Abwärtskorrektur werden die steigenden Energiekosten genannt, die durch die Spannungen im Nahen Osten weiter angeheizt werden.

Auch die Inflation bleibt den Prognosen zufolge auf hohem Niveau: Die Verbraucherpreise sollen 2026 um 2,8 % und 2027 um 2,9 % steigen. Die Ökonomen warnten die Politik vor kurzfristigen Maßnahmen, die die Energiepreise künstlich drücken. Stattdessen empfehlen sie gezielte Hilfen für einkommensschwache Haushalte, die mit den gestiegenen Kosten zu kämpfen haben.

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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche forderte als Reaktion entschlossene Reformen. Die überarbeitete Prognose unterstreiche die Notwendigkeit struktureller Veränderungen, um die Wirtschaft zu stärken, betonte sie. Die Regierung wird am 22. April ihre eigenen – auf diesem Bericht basierenden – Wachstumserwartungen vorlegen.

Die herabgestuften Prognosen zeigen, wie stark die deutsche Wirtschaft unter externen Schocks leidet. Angesichts des gebremsten Wachstums und der anhaltenden Inflation steht die Politik vor der Herausforderung, Haushalte zu entlasten, ohne dabei Marktverzerrungen zu verursachen. Die für Ende dieses Monats erwartete Stellungnahme der Regierung wird aufzeigen, wie sie diese Probleme angehen will.

Quelle