18 March 2026, 09:02

Deutschlands Industrie kämpft um Überleben: Insolvenzen auf Rekordniveau seit 2008

Ein Diagramm auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht der Mittelschicht zugute gekommen", das die Produktivitätsentwicklung der letzten 35 Jahre zeigt und anzeigt, dass die Mittelschicht nicht davon profitiert hat.

Deutschlands Industrie kämpft um Überleben: Insolvenzen auf Rekordniveau seit 2008

Deutschlands Industrie steht vor der größten Bewährungsprobe seit Jahren, warnt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Auf einer kürzlichen Konferenz betonte sie, das Land befinde sich an einem "industriellen Wendepunkt", da der Produktionssektor unter massivem Druck durch steigende Insolvenzen und globale Konkurrenz stehe.

Seit 2020 haben die Unternehmenspleiten in der deutschen Industrie dramatisch zugenommen. Allein 2024 stieg die Zahl der Fälle im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent – ein Trend, der sich 2025 weiter verschärft. Die Werte erreichen damit das höchste Niveau seit der Finanzkrise 2008. Besonders betroffen sind Zulieferer der Autoindustrie, der Maschinenbau, die Chemiebranche und die Textilhersteller.

Reiche unterstrich, die Industrie bleibe das "Fundament von Wohlstand und Wertschöpfung" für Deutschland und Europa. Um die Krise zu bewältigen, nannte sie fünf zentrale Handlungsfelder: die Verbesserung der Rahmenbedingungen, die Sicherung von Fachkräften, die Beschleunigung von Innovationen, die Diversifizierung der Lieferketten sowie die Stärkung der wirtschaftlichen Position Europas.

Die Ministerin rief zu sofortiger Zusammenarbeit zwischen Politik, Gewerkschaften und Unternehmen auf. Ohne gemeinsames Handeln drohe Deutschland, im zunehmend instabilen globalen Wettbewerb den Anschluss zu verlieren, warnte sie.

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Der steile Anstieg der Insolvenzen zeigt das Ausmaß der bevorstehenden Herausforderungen. Reiches Vorschläge zielen darauf ab, den Sektor zu stabilisieren und einen weiteren Abwärtstrend zu verhindern. Ob dies gelingt, hängt davon ab, wie schnell Industrie und Regierung die Maßnahmen gemeinsam umsetzen können.

AKTUALISIERUNG

Ministers Energienpolitik entfacht Diskussion

Minister Reiche's Energiestrategie hat durch ihre umstrittenen Schwerpunkte für Aufsehen gesorgt. Neueste Berichte offenbaren:

  • Sie plant, Subventionen für private Solaranlagen zu kürzen.
  • Die Regierung wird Gas-Kraftwerke gegenüber Erneuerbaren Energien priorisieren.
  • Steuererleichterungen werden zunächst Industrie und Landwirtschaft zugutekommen, nicht Haushalten. Diese Schritte passen zu ihrem Fokus auf die Stabilisierung der industriellen Rahmenbedingungen.
Quelle