Die Linke startet Berliner Wahlkampf mit scharfer Kritik an Mietwucher und Müllkrise
Hannah RichterDie Linke startet Berliner Wahlkampf mit scharfer Kritik an Mietwucher und Müllkrise
Die Linke startet Berliner Wahlkampf mit scharfer Kritik an der Stadtregierung
An einem sonnigen Freitagmorgen lancierte Die Linke ihren Berliner Wahlkampf am Anton-Saefkow-Platz. Spitzenkandidatin Elif Eralp, lässig gekleidet in einem weißen T-Shirt und schwarzen Hosen, stand gemeinsam mit rund 30 Mitkandidat:innen vor den Versammelten. In ihrer Rede ging sie auf explodierende Mieten, steigende Nahverkehrspreise und die anhaltende Müllkrise der Stadt ein.
Der Platz, umgeben von Plattenbauten aus den 1970er-Jahren im Bezirk Lichtenberg, bildete die Kulisse für ihre scharfe Abrechnung mit der aktuellen Berliner Führung. Eralp eröffnete ihre Ansprache mit einem Zitat von Rosa Luxemburg: „Trotz alledem – bleibt fröhlich!“ Doch ihr Ton schlug schnell in kämpferische Schärfe um. Sie warf der CDU-SPD-Koalition vor, mit Sparmaßnahmen und Kürzungen im öffentlichen Sektor den Geist der Stadt zu ersticken. Besonders nahm sie den amtierenden Bürgermeister Kai Wegner ins Visier – ihm machte sie den Vorwurf, eine Vermögenssteuer blockiert zu haben, die 5 Millionen Euro für soziale Programme hätte einbringen können.
Auf ihren Wahlplakaten prangten drei zentrale Forderungen: „Stoppt die Mietwucher! Senkt die Bus- und Bahnpreise! Beendet die Müllkrise!“ Für den Fall eines Wahlsiegs versprach Eralp, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, den ÖPNV zu verbessern und die Stadt zu säubern.
Um ihre Punkte zu veranschaulichen, nannte Eralp reale Berliner:innen – Manfred, Melek, Mehmet und eine namentlich nicht genannte Reinigungskraft – und schilderte deren täglichen Kampf mit Niedriglöhnen und explodierenden Lebenshaltungskosten. Parallel zu ihrer Rede wurde der neue Wahlspruch der Partei präsentiert: „Mach Berlin bezahlbar. Die Linke.“
Die Veranstaltung markierte den offiziellen Startschuss für den Wahlkampf von Die Linke. Eralps Versprechen konzentrierten sich auf konkrete Themen: Wohnen, Verkehr und Müllentsorgung. Ihre Angriffe auf die amtierende Regierung deuteten auf eine Kampagne hin, die auf direkte Konfrontation mit den Berliner Regierungsparteien setzt.






