27 March 2026, 14:43

Direktor in Twer wegen 736 Millionen Rubel Lohnrückstand angeklagt

Liniendiagramm, das die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Direktor in Twer wegen 736 Millionen Rubel Lohnrückstand angeklagt

Ein Unternehmensdirektor in Twer steht wegen der Nichtzahlung von Löhnen in Höhe von 736 Millionen Rubel (rund 9,5 Millionen Dollar) unter Anklage. Betroffen sind 2.286 Mitarbeiter, die trotz ausreichender Mittel des Unternehmens ohne Gehalt blieben. Die Staatsanwaltschaft gab die Anklage am Freitag, dem 27. März, bekannt – einer der größten Fälle von Lohnrückständen in der Region in den letzten Jahren.

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Die Regionalstaatsanwaltschaft bestätigte, dass das Unternehmen über die finanziellen Mittel verfügte, um die Mitarbeiter pünktlich zu bezahlen. Stattdessen wurden die Gelder jedoch anderweitig verwendet, sodass die Beschäftigten leer ausgingen. Die Behörden haben inzwischen Vermögenswerte des Geschäftsführers im Wert von knapp 1,2 Milliarden Rubel (15,5 Millionen Dollar) beschlagnahmt, um mögliche Entschädigungszahlungen an die betroffenen Arbeitnehmer zu decken.

Der Fall wird nun vor dem Friedensrichtergericht Bezirk Nr. 23 in der Region Twer verhandelt. Bei einer Verurteilung droht dem Unternehmenschef eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren.

Die Anklage erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über Lohnrückstände in Russland. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu ähnlichen Fällen vor, doch offizielle Daten zeigen einen deutlichen Anstieg ausstehender Gehälter. Im Dezember 2024 stiegen die Rückstände um 43,5 Prozent auf 507,9 Millionen Rubel, und bis Mai 2025 summierten sie sich auf 1,662 Billionen Rubel. In einem anderen Fall konnte eine Frau aus Moskau kürzlich 1,2 Millionen Rubel (15.500 Dollar) an ausstehendem Lohn zurückerhalten, nachdem Gerichtsvollzieher gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber vorgingen.

Das Verfahren wird klären, ob der Geschäftsführer strafrechtlich für die Vorenthaltung von Löhnen belangt wird. Da seine Vermögenswerte bereits beschlagnahmt wurden, könnte das Urteil Präzedenzcharakter für künftige Lohnstreitigkeiten haben. Falls das Gericht eine Entschädigung zuspricht, könnten die betroffenen Arbeitnehmer endlich ihre ausstehenden Gehälter erhalten.

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