04 April 2026, 00:55

"Drama-Queen"-Trend verdrängt den Clean-Girl-Look für Herbst/Winter 2026

Buntfarbene Frauenkostüme mit komplexen Designs und auffälliger Text auf begleitendem Papier.

"Drama-Queen"-Trend verdrängt den Clean-Girl-Look für Herbst/Winter 2026

Die Schönheitswelt verabschiedet sich vom makellosen "Clean-Girl"-Look, der die 2020er Jahre dominierte. Für Herbst/Winter 2026 setzen die Laufstege auf mutige, unordentliche und theatralische Stile – ein Trend, der als "Drama-Queen"-Ästhetik gefeiert wird. Designer und Prominente propagieren nun Unperfektheit, Verwischtes und übertriebene Glamour-Elemente als neuen Standard.

Deutlich wurde dieser Wandel bei der Herbst/Winter-2026-Show von Proenza Schouler, wo Models mit verschmiertem Lippenstift liefen, der den Effekt eines frisch geküssten Mundes imitieren sollte. Auch bei LaQuan Smith prägte dieser unverschämt dramatische Ansatz die Show: mit extrem betonten Winged-Eyeliner-Linien, die eine durchzechte Nacht überdauern sollten. Sandy Liang trieb den Trend noch weiter, indem sie die Haare der Models so stylte, als wären sie nach schlafloser Nacht direkt aus dem Bett gestolpert.

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Hinter dieser Entwicklung steht ein größerer gesellschaftlicher Shift hin zu Individualität in der Schönheitsbranche. Der New Yorker Strickdesigner Gabe Gordon betont, dass es heute weniger um makellose Perfektion gehe, sondern um persönlichen Ausdruck – mit Verwischungen, knalligen Farben und unerwarteten Texturen. Selbst Hollywood zieht mit: Margot Robbie trug in der Neuverfilmung von Sturmhöhe (2026) kristalline Gesichtsapplikationen und vom Wind zerzauste Haare, eine Mischung aus Fantasie und dramatischem Auftritt.

Nicht zum ersten Mal steht opulente Schönheit im Rampenlicht. Anfang der 2000er Jahre löste Lindsay Lohans Confessions of a Teenage Drama Queen eine Welle von glitzernden, toupierten Haaren und grellen Augen-Make-ups aus. Kürzlich brachte der "Brat"-Look – populär gemacht von Charli XCX 2024 – wieder rauchiges Schwarz als Lidschatten und eine "Indie-Sleaze"-Attitüde zurück. Der aktuelle "Drama-Queen"-Trend baut auf diesem rebellischen Geist auf, allerdings mit einer Regel: Es gibt keine Regeln. Die einzige Vorgabe lautet: maximal auffallen.

Der "Drama-Queen"-Trend markiert einen klaren Bruch mit der zurückhaltenden "Clean-Girl"-Ära. Mit verschmierten Lippen, zerzausten Haaren und glitzernden Applikationen beweisen die Herbst/Winter-2026-Laufstege: Schönheit geht nicht mehr um scheinbare Mühelosigkeit, sondern um Wirkung. In den kommenden Saison dürfen wir mehr Verwischtes, Glitzer und unverschämten Glamour erwarten.

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