Drei neue U-Bahn-Linien für Pankow: BVG plant massiven Ausbau im Nordosten Berlins
Lina SeidelDrei neue U-Bahn-Linien für Pankow: BVG plant massiven Ausbau im Nordosten Berlins
Berliner Verkehrsbetriebe stellen Pläne für drei neue U-Bahn-Linien in Pankow vor
Die Berliner Verkehrsbetriebe haben Pläne für drei neue U-Bahn-Strecken im Bezirk Pankow vorgestellt. Die Erweiterungen sollen künftige Wohngebiete besser anbinden und die Verkehrssituation im wachsenden Nordosten der Stadt entlasten. Doch die Projekte stoßen bereits jetzt auf Widerstand bei Anwohnern und Umweltschutzgruppen.
Die U2 wird über ihren aktuellen Endbahnhof Pankow hinaus verlängert und erhält Haltestellen an der Pankow Kirche, bevor sie Französisch Buchholz erreicht. Die U9 wiederum soll von der Osloer Straße aus über Pankow Kirche, Heinersdorf und Blankenburg bis nach Karow führen. Die Bauarbeiten sollen schrittweise beginnen, wobei die ersten Abschnitte voraussichtlich gegen Ende dieses Jahrzehnts starten.
Für eine mögliche U10 läuft derzeit eine Machbarkeitsstudie. Falls genehmigt, würde sie vom Alexanderplatz über Weißensee bis in die nordöstlichen Stadtrandgebiete Berlins verlaufen. Konkrete Zeitpläne oder Genehmigungen für diese Strecke stehen jedoch noch aus.
Die Erweiterungen unterstützen große Wohnbauprojekte in der Region. Im Viertel Blankenburger Süden, ursprünglich für 6.000 Wohnungen geplant, sollen dank der verbesserten Verkehrsanbindung nun 8.000 entstehen. Weitere 4.000 Wohnungen sind im ehemaligen Industriegebiet von Heinersdorf vorgesehen, zusätzlich zu 4.000 entlang des Blankenburger Pflasterwegs. Das gesamte 40 Hektar große Viertel, das als autofreier, klimaneutraler Raum konzipiert ist, wird auch Arbeitsplätze, Kulturstätten und Gewerbeflächen umfassen. Die Fertigstellung wird frühestens für das Jahr 2040 erwartet.
Die neuen U-Bahn-Linien werden Tausende künftiger Bewohner in den wachsenden Pankower Bezirken bedienen. Während die Planung voranschreitet, bleiben die Bedenken von Anwohnern und Umweltschützern jedoch ungelöst. Noch ist unklar, welche Strecke als Erstes gebaut wird und wann die detaillierten Genehmigungen vorliegen.