E-Control kontrolliert 3.000 Tankstellen – Kampf gegen Kraftstofftourismus und Preismanipulation
Mila VoigtE-Control kontrolliert 3.000 Tankstellen – Kampf gegen Kraftstofftourismus und Preismanipulation
Österreichs Energieregulierer E-Control prüft fast 3.000 Tankstellen im Land
Die Kontrollen sollen den grenzüberschreitenden Kraftstofftourismus eindämmen und für faire Preise sorgen. E-Control-Chef Michael Strebl nahm in den öffentlichen Fernsehsendungen Stellung zu den Bedenken und verteidigte seinen kürzlichen Wechsel von Wien Energie an die Spitze der Aufsichtsbehörde.
Die Überprüfungen umfassen rund 1.200 der insgesamt 2.200 Tankstellen in Österreich, wobei zunächst die großen Anbieter unter die Lupe genommen werden. Die Auswahl erfolgte nach Umsatz, Marktanteil und regionaler Abdeckung. Die verschärften Maßnahmen folgen auf die Einführung einer neuen Preisobergrenze für Kraftstoffe, die sich aus einer Senkung der Mineralölsteuer um fünf Cent sowie einer weiteren Reduzierung der Gewinnmarge um fünf Cent zusammensetzt.
In der Sendung ZiB2 räumte Strebl ein, dass die Kritik an seinem raschen Wechsel von Wien Energie zu E-Control nachvollziehbar sei. Gleichzeitig betonte er sein Engagement für die Unabhängigkeit der Behörde. Zwar stehe die kurzfristige Entlastung bei den hohen Energiekosten im Vordergrund, doch verwies er auch auf die gesicherte und stabile Energieversorgung Österreichs.
Langfristig sei jedoch ein Umstieg weg von fossilen Brennstoffen unverzichtbar, so Strebl. Investitionen in erneuerbare Energien seien entscheidend für die zukünftige Nachhaltigkeit des Landes.
Die Kontrollen beginnen bei den größten Kraftstoffanbietern Österreichs. Bei Verstößen drohen Strafen nach den geltenden Vorschriften. Unterdessen wird Strebles Führung bei E-Control genau beobachtet, während das Land zwischen sofortigen Preiskontrollen und den übergeordneten Zielen der Energiewende balanciert.






