01 May 2026, 04:02

Edenhofer warnt: Neue Ölheizungen gefährden Deutschlands wirtschaftliche Zukunft

Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, mit Abschnitten für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Edenhofer warnt: Neue Ölheizungen gefährden Deutschlands wirtschaftliche Zukunft

Der Ökonom Ottmar Edenhofer warnt vor einem Anstieg neuer Öl- und Gasheizungen in Deutschland. Seine Äußerungen folgen auf die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, wonach Klimapolitik die industrielle Stärke des Landes nicht schwächen dürfe. Edenhofer argumentiert stattdessen, dass die Vernachlässigung des Klimaschutzes die wirtschaftliche Stabilität der Zukunft gefährde.

Edenhofer kritisierte die Vorstellung, Klimapolitik sei ein Luxus. Er betonte, dass ohne entschlossenes Handeln der langfristige Wohlstand leiden werde. Seine Stellungnahme erfolgte als Reaktion auf Merz' jüngste Erklärung, wonach industrielle Bedürfnisse und Umweltziele in Einklang gebracht werden müssten.

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Er räumte ein, dass viele Hausbesitzer die Umstellung auf Wärmepumpen finanziell nicht stemmen könnten. Bestehende Förderprogramme könnten jedoch helfen, die Kosten zu senken und eine Klimadividende einzuführen, so Edenhofer. Zudem würde eine Senkung der Stromsteuer Wärmepumpen attraktiver machen.

Der Wirtschaftswissenschaftler warnte davor, industrielle Schwächen pauschal der Klimapolitik anzulasten. Stattdessen schlug er eine gezielte Abgabe auf neue fossile Heizsysteme vor. Diese würde deren Nutzung unattraktiver machen und gleichzeitig saubere Alternativen fördern.

Edenhofers Vorschläge zielen darauf ab, den Klimaschutz voranzutreiben, ohne Haushalte übermäßig zu belasten. Er sieht Subventionen, Steueranpassungen und Abgaben als zentrale Instrumente, um die Energiewende zu steuern. Die Debatte hält an, während Deutschland zwischen industrieller Wettbewerbsfähigkeit und ökologischen Verpflichtungen abwägt.

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