05 May 2026, 02:01

Elif Eralp will Berlins Wohnungsnot mit radikaler Enteignung und 75.000 Sozialwohnungen bekämpfen

Große Kathedrale mit Kuppel, Säulen, Bögen und Statuen, umgeben von Grün, Menschen, Fahrzeugen und Straßenelementen unter einem bewölkten Himmel.

Elif Eralp will Berlins Wohnungsnot mit radikaler Enteignung und 75.000 Sozialwohnungen bekämpfen

Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Berliner Linken, hat einen ehrgeizigen Plan zur Bewältigung der Wohnungsnot in der Hauptstadt vorgelegt. Ihr Vorschlag sieht vor, große Wohnungsbestände zu vergesellschaften und die Maßnahme durch Mieteinnahmen zu finanzieren. Gleichzeitig soll die langfristige Kostenneutralität gewährleistet und der soziale Wohnungsbau deutlich ausgebaut werden.

Gleichzeitig nahm Eralp Stellung zu Vorwürfen wegen Antisemitismus in ihrer Partei und betonte, dass solche Haltungen in ihren Reihen keinen Platz hätten.

Kernstück von Eralps Wohnungsbaukonzept ist ein zehnjähriges kommunales Bauprogramm. Ziel ist es, 75.000 neue Wohnungen zu errichten, wobei 80 bis 90 Prozent von landeseigenen Wohnungsunternehmen verwaltet werden sollen. Genossenschaften würden den verbleibenden Anteil übernehmen.

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Sie kritisierte private Investoren, die den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum nicht deckten und in den letzten Jahren vor allem Luxusimmobilien gebaut hätten. In ihrem Modell würden enteignete Wohnungen durch Mieteinnahmen finanziert, sodass keine zusätzlichen öffentlichen Mittel nötig wären.

Über die Wohnungsfrage hinaus bekräftigte Eralp ihre Position zur Selbstbestimmung. Sie unterstrich, dass das Recht jüdischer Menschen, ihre Identität selbst zu definieren, genauso grundlegend sei wie das der Palästinenser. Diese Haltung äußerte sie vor dem Hintergrund anhaltender Debatten über Antisemitismus in ihrer Partei, den sie entschieden als unvereinbar mit deren Werten zurückwies.

Der Plan würde den Berliner Wohnungsmarkt stärker unter öffentliche Kontrolle stellen. Sollte er umgesetzt werden, könnte er die Strategie der Stadt für bezahlbares Wohnen in den nächsten zehn Jahren grundlegend verändern. Eralps Aussagen zum Antisemitismus setzen zudem eine klare Grenze für die politische Ausrichtung ihrer Partei.

Quelle