Elterngeld-Reform: Wird die Bezugsdauer von 14 auf 12 Monate gekürzt?
In Berlin brodeln Gerüchte über mögliche Änderungen am deutschen Elterngeldsystem. Eine neue Behauptung besagt, Familienministerin Karin Prien könnte die maximale Bezugsdauer von 14 auf 12 Monate kürzen. Das Ministerium wies zwar einige Berichte zurück, bestätigte aber, dass Reformen geprüft werden.
Ein kürzlich in politischen Kreisen kursierendes Gerücht sprach von einer grundlegenden Umstellung der Elterngeldregeln. Demnach sollten Eltern nur dann den vollen Lohnersatz erhalten, wenn jeder mindestens vier Monate nimmt und die verbleibenden vier Monate untereinander aufteilen. Das Ministerium dementierte umgehend einen weiteren Bericht, wonach die 14 Monate Elterngeld eine starre Sieben-Monats-Aufteilung für jeden Elternteil erfordern würden.
Ein Sprecher räumte ein, dass intern tatsächlich über eine verbindliche Sieben-Monats-Regelung für beide Elternteile diskutiert worden sei. Es habe sich jedoch lediglich um eine notierte Idee gehandelt, nicht um einen offiziellen Plan. Seit Wochen prüft das Ministerium verschiedene Modelle für das Elterngeld.
Trotz Haushaltszwängen will das Ministerium die Leistung attraktiv halten. Gleichzeitig soll die Partnerschaft zwischen Eltern gestärkt und das System vereinfacht werden. Das Elterngeld bleibt der größte Einzelposten im Haushalt des Ministeriums. Eine endgültige Entscheidung über die Reformen steht bevor. Der Haushaltsentwurf der Regierung muss bis Anfang Juli vorliegen. Änderungen müssen dann Kosteneinsparungen mit der Unterstützung von Familien in Einklang bringen.
