Energie- und Spritpreise explodieren: Haushalte zahlen bald bis zu 2.000 Pfund pro Jahr
Hannah RichterEnergie- und Spritpreise explodieren: Haushalte zahlen bald bis zu 2.000 Pfund pro Jahr
Die Energie- und Spritpreise werden in den kommenden Monaten stark ansteigen und die Haushaltsbudgets zusätzlich belasten. Der anhaltende Konflikt im Iran hat die globale Ölversorgung gestört und die Preise über alle Bereiche hinweg in die Höhe getrieben.
Der Krieg im Iran führte zur Sperrung der Straße von Hormus, einer entscheidenden Schifffahrtsroute für Öl und Gas. Auch nahegelegene Raffinerien in den Golfstaaten wurden beschädigt, was die Versorgung weiter verknappt. In der Folge werden die Kraftstoffpreise voraussichtlich auf 1,40 bis 1,50 Pfund pro Liter steigen – ein Anstieg von 8 bis 15 Prozent seit Februar.
Die hohen Öl- und Gaspreise haben bereits zu steigenden Energiekosten geführt. Die staatliche Preisobergrenze für Energie soll im Juli um 20 Prozent steigen, wodurch sich die durchschnittliche Jahresrechnung von 1.641 auf 1.973 Pfund erhöht. Eine Abschaffung der Energy Company Obligation (Verpflichtung der Energieversorger zur Förderung von Effizienzmaßnahmen) würde die Rechnungen zwar um 150 Pfund senken, doch dieser Vorteil würde durch die Erhöhung der Preisobergrenze wieder zunichtegemacht.
Als Entlastung für einkommensschwache Haushalte wurde eine flexible Preisobergrenze vorgeschlagen. Diese könnte auch wohlhabendere Familien dazu anregen, ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Allerdings sind die Spielräume der Regierung für direkte finanzielle Hilfen begrenzt. Frühere Unterstützungsprogramme für Energiekosten haben bereits rund 40 Milliarden Pfund gekostet, sodass kaum Raum für weitere Ausgaben bleibt. Eine frühere Senkung der Kraftstoffsteuer – um fünf Pence pro Liter im Jahr 2022 – schlug mit 2,4 Milliarden Pfund zu Buche und zeigt die Belastung der öffentlichen Finanzen.
Zwar verringert die hohe Inflation den realen Wert der Staatsverschuldung, doch bringt dies kaum Entlastung für Haushalte, die mit steigenden Rechnungen kämpfen.
Ab Juli wird die Preisobergrenze für Energie steigen und die durchschnittliche Jahresabrechnung auf fast 2.000 Pfund treiben. Auch die Spritpreise werden weiterklettern, mit Benzin und Diesel von bis zu 1,50 Pfund pro Liter. Angesichts begrenzter finanzieller Spielräume für neue Hilfsmaßnahmen müssen sich die Haushalte in den kommenden Monaten auf höhere Lebenshaltungskosten einstellen.






