Energiekrise zwischen Québec und Neufundland: Wasserkraft-Abkommen scheitert an Frist
Lina SeidelEnergiekrise zwischen Québec und Neufundland: Wasserkraft-Abkommen scheitert an Frist
Ein langjähriges Energieabkommen zwischen Québec und Neufundland und Labrador ist ohne eine endgültige Einigung ausgelaufen. Die Absichtserklärung, die die gemeinsame Nutzung von Wasserkraft regelte, endete am Donnerstag. Die Regierungschefs beider Provinzen stehen nun vor Unsicherheit über die künftigen Verhandlungen.
Das rechtlich nicht bindende Abkommen ermöglichte es Hydro-Québec, neue Wasserkraftprojekte am Churchill River in Labrador zu verwalten. Es umfasste zudem einen Plan für steigende Zahlungen an Neufundland und Labrador, wobei die Tarife bis 2041 auf 7,84 Cent pro Kilowattstunde ansteigen sollten.
Die Premierministerin von Québec, Christine Fréchette, betonte, ihre Provinz bleibe dem bestehenden Rahmenwerk verpflichtet. Sie ist überzeugt, dass die Vereinbarung beiden Regionen nutzt, und wartet nun auf die nächsten Schritte Neufundlands und Labradors. Unterdessen prüft Tony Wakeham, der Premierminister von Neufundland und Labrador, einen Bericht eines Gremiums, bevor er eine offizielle Stellungnahme abgibt.
John Hogan, Vorsitzender der Liberalen Partei in Neufundland und Labrador, äußerte sich enttäuscht über die verpasste Frist. Er bezeichnete die Situation als „äußerst enttäuschend“. In Québec zeigte sich der liberale Parteichef Charles Milliard unterstützend gegenüber der Absichtserklärung und erwartet die Ergebnisse des Gremiums.
Mit dem Auslaufen des Abkommens bleibt die Zukunft der Wasserkraftkooperation zwischen den beiden Provinzen ungewiss. Québec hält an seiner Position innerhalb des bestehenden Rahmens fest, während die Reaktion Neufundlands und Labradors von der bevorstehenden Ankündigung Premier Wakehams abhängt. Das Ergebnis wird bestimmen, wie die Stromteilung und die Zahlungen in den kommenden Jahren weitergehen.






