13 April 2026, 12:02

Epsteins dunkle Netzwerke: Wie er die klassische Musik für seine Machtspiele missbrauchte

Eine große Menschenmenge in einem Raum mit Gemälden an den Wänden und einer Decke darüber, mit Text unten, der "Gesellschaft zur Förderung der Künste" lautet.

Epsteins dunkle Netzwerke: Wie er die klassische Musik für seine Machtspiele missbrauchte

Neu veröffentlichte Dokumente enthüllen Jeffrey Epsteins enge Verbindungen zur Welt der klassischen Musik

Der in Verruf geratene Finanzier nutzte Kontakte zu Musikern, Institutionen und Kulturpersönlichkeiten, um sein Ansehen zu stärken. Einige dieser Beziehungen umfassten finanzielle Unterstützung, Karriereförderung und fragwürdige Bitten.

Die französischen Behörden haben inzwischen Vorermittlungen zu möglichen finanziellen Verstrickungen im Zusammenhang mit Epsteins Aktivitäten im Land eingeleitet.

Epstein pflegte Beziehungen zu aufstrebenden Talenten und etablierten Größen der klassischen Musik. Er finanzierte zeitweise das Studium der Cellistin Melissa Solomon an der Juilliard School. Der israelische Cellist Yoed Nir durfte ein italienisches Instrument im Wert von etwa 165.000 Dollar unentgeltlich nutzen. Der Pianist Simon Ghraichy erhielt von Epstein berufliche Ratschläge, wurde aber auch aufgefordert, eine junge Assistentin für dessen Europareisen anzuwerben.

Sein Einfluss reichte bis in kulturelle Institutionen hinein. Über Jahre hinweg wechselte Epstein Briefe mit dem Präsidenten des Bard College, Leon Botstein, bezahlte ihm Beratungshonorare und beeinflusste Programmentscheidungen. Sogar eine angebliche Zusammenarbeit mit der verstorbenen Cellistin Jacqueline du Pré erfand er, um Geschäftspartner zu beeindrucken.

In Frankreich zählte Epsteins Netzwerk prominente Persönlichkeiten. Der ehemalige Kulturminister Jack Lang trat zurück, nachdem sein Name in den veröffentlichten Dokumenten aufgetaucht war. Der französische Dirigent Frédéric Chaslin organisierte für Epstein private Opernbesuche, Bootsausflüge und Kontakte zu einflussreichen Personen. Mindestens eine junge Musikerin aus diesem Umfeld meldete sich später als Opfer sexuellen Missbrauchs.

Die Enthüllungen zeigen, wie Epstein die klassische Musikszene ausnutzte, um Einfluss und Glaubwürdigkeit aufzubauen. Französische Ermittler prüfen nun mögliche finanzielle Unregelmäßigkeiten in seinen Geschäften. Der Fall hat bereits Rücktritte ausgelöst und wirft Fragen nach der Verantwortung kultureller Einrichtungen auf.

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