Eskalation um Rudersdorfer Pflegeheim: Betreiberin wehrt sich gegen Doskozils Vorwürfe
Mila VoigtEskalation um Rudersdorfer Pflegeheim: Betreiberin wehrt sich gegen Doskozils Vorwürfe
Ein Streit ist zwischen Petra Wagner, der langjährigen Betreiberin eines Pflegeheims in Rudersdorf, und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil eskaliert. Der Konflikt entstand nach Vorwürfen Doskozils, die Wagner vehement zurückweist und als irreführend sowie schädlich bezeichnet.
Wagner, die die Einrichtung seit 24 Jahren führt, sieht sich nun mit dem Entzug staatlicher Fördergelder und der Verlegung von 17 Bewohnern konfrontiert – eine Maßnahme, die auf die Intervention des Landeshauptmanns zurückgeht. Auslöser des Streits waren Doskozils Vorwürfe, Wagner habe versucht, das Pflegeheim zunächst an das Land zu verkaufen, es später jedoch für zwei Millionen Euro an eine von ihr kontrollierte Firma übertragen. Zudem kündigte er die Streichung der Tagespauschalen und die sofortige Verlegung der Bewohner an.
Wagner wies die Anschuldigungen entschieden zurück. Sie betonte, dass sämtliche finanziellen und betrieblichen Daten monatlich an das Land gemeldet und stets ohne Beanstandungen genehmigt worden seien. Doskozils Aussagen beruhten ihrer Ansicht nach auf einer unvollständigen Kenntnis der Fakten.
Zudem verwies sie auf die vollständige Einhaltung der regionalen Richtlinien und erklärte, dass sich vor oder nach den öffentlichen Äußerungen des Landeshauptmanns kein staatlicher Vertreter bei ihr gemeldet habe. Die Vorwürfe bezeichnete Wagner als "ziefst beunruhigend" und fügte hinzu, dass sie sowohl ihr Personal als auch die ihr anvertrauten Bewohner verunsichert hätten.
Trotz der Kontroverse beharrte sie darauf, dass alle Abläufe transparent und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt seien. Die Zukunft des Pflegeheims ist nun ungewiss, nachdem der Landeshauptmann die Mittel gestrichen und die Verlegung der Bewohner angeordnet hat. Da Wagner die Vorwürfe zurückweist, bleibt der Konflikt vorerst ungelöst – weitere Gespräche zwischen den beiden Parteien sind derzeit nicht in Sicht.
Die Entscheidung wird zeigen, ob die Einrichtung unter der bisherigen Leitung weiterbetrieben werden kann oder ob weitere Änderungen erzwungen werden.






