26 March 2026, 12:37

EU deckt gravierende Mängel bei Altersprüfung auf Pornoplattformen auf

Karte von Australien mit rot schattierten Regionen, die verschiedene Prozentanteile von unteralterigen Teenagern nach Bundesstaaten anzeigen, begleitet von einem Text, der unten besagt, dass unteralterige Teenager wegen einvernehmlichen Sex in die Sex-Täter-Liste aufgenommen werden können.

EU deckt gravierende Mängel bei Altersprüfung auf Pornoplattformen auf

Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass vier große Plattformen für Erwachseneninhalte versäumt haben, Minderjährige unter 18 Jahren wirksam vor dem Zugriff auf ihre Dienste zu schützen. Eine im Mai 2022 eingeleitete Untersuchung ergab, dass Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos keine ausreichenden Altersüberprüfungen umgesetzt haben. Die für Digitales zuständige EU-Kommissarin warnte, dass Unternehmen mehr tun müssten, um Kinder und Jugendliche vor schädlichen Inhalten zu bewahren.

Die Ermittlungen begannen im Rahmen einer breiter angelegten Offensive der EU-Mitgliedstaaten gegen kleinere Plattformen. Die Behörden stellten fest, dass die vier Websites keine angemessenen Risikobewertungen für junge Nutzer:innen vorgenommen hatten. Nach dem Digital Services Act (DSA) sind große Plattformen verpflichtet, strengere Schutzmaßnahmen einzuführen, darunter zuverlässige Altersverifikationen.

Brüssel hat bisher keine Strafen gegen diese Plattformen verhängt, doch die Bußgelder könnten bis zu 6 % ihres weltweiten Umsatzes betragen. So erzielte etwa Aylo – der Betreiber von Pornhub – im Jahr 2022 allein einen Umsatz von über 450 Millionen US-Dollar. Mögliche Geldstrafen würden sich voraussichtlich auf mehrere Millionen belaufen.

Die EU entwickelt derzeit eine EU-weite Altersverifikations-App, um sicherzustellen, dass Nutzer:innen tatsächlich über 18 Jahre alt sind. Bisherige Maßnahmen wie die bloße Selbstauskunft wurden als unzureichend eingestuft. Einige Länder, darunter Deutschland, verlangen bereits Ausweiskontrollen für den Zugriff auf Erwachseneninhalte, während Frankreich nicht konforme Seiten sperrt. Bisher hat die Kommission nur gegen das soziale Netzwerk X ein Bußgeld nach dem DSA verhängt.

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Die Ergebnisse zeigen gravierende Lücken bei der Altersüberprüfung auf Erwachsenenplattformen auf. Der Vorstoß der EU für strengere Kontrollen erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über den Zugang von Minderjährigen zu expliziten Inhalten. Bei Verstößen drohen den Unternehmen hohe finanzielle Sanktionen sowie weitere regulatorische Maßnahmen.

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