EU droht Flugtreibstoff-Krise durch Hormus-Blockade und Iran-Konflikt
Die Europäische Union könnte bereits in wenigen Wochen mit einer Knappheit an Flugtreibstoff konfrontiert sein – ausgelöst durch die eskalierenden Spannungen rund um den Iran. Der Konflikt hat die Ölexporte durch die Straße von Hormus unterbrochen und sorgt für wachsende Versorgungsängste. Behörden prüfen nun Möglichkeiten, um die Belastung für Fluggesellschaften und Flughäfen zu verringern.
EU-Energieminister Dan Jørgensen warnte vor der drohenden Treibstoffkrise. Er erklärte, die EU könnte in fünf bis sechs Wochen Engpässe bei Flugkraftstoffen erleben, falls sich die Lage nicht entspannt. Die Blockade der Straße von Hormus hat bereits jetzt die globale Ölförderung und -lieferungen beeinträchtigt.
Die meisten europäischen Flugzeuge sind bereits für den Einsatz von zwei Treibstoffsorten zertifiziert: Jet A-1 und Jet A. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) arbeitet derzeit an Leitlinien, um den Einsatz von Jet A als Ersatzlösung auszuweiten. Dieser Schritt würde den Airlines helfen, den Betrieb aufrechtzuerhalten, falls die Jet A-1-Bestände schrumpfen.
Wann die Empfehlungen veröffentlicht werden, steht noch nicht fest. In den USA mischen Fluggesellschaften bereits jetzt Jet A und Jet A-1 für bestimmte Flüge. Diese Praxis könnte Europa als Vorbild dienen, sollte sich die Knappheit verschärfen.
Ursache für die mögliche Treibstoffknappheit in der EU ist die anhaltende Unterbrechung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. Die Airlines könnten sich bald stärker auf Jet A stützen müssen, um den Flugbetrieb reibungslos aufrechtzuerhalten. Die Lage bleibt dynamisch, während Behörden Lieferketten überwachen und Regelungen anpassen.






