29 April 2026, 12:34

EU-Kommission wirft Meta mangelnden Schutz für Kinder auf Instagram und Facebook vor

Säulen-Diagramm, das die Anzahl der Social-Media-Plattformen in Schweden von 2016 bis 2017 zeigt.

EU-Kommission wirft Meta mangelnden Schutz für Kinder auf Instagram und Facebook vor

Die Europäische Kommission wirft Meta vor, gegen digitale Sicherheitsvorschriften verstoßen zu haben, weil das Unternehmen Kinder auf Instagram und Facebook nicht ausreichend schützt. Laut Kommission unternimmt das Unternehmen zu wenig, um minderjährige Nutzer vom Zugang zu seinen Plattformen oder vom Sehen schädlicher Inhalte abzuhalten.

Im Mittelpunkt des Falls steht die Sorge, dass trotz der Altersbeschränkungen von Meta weiterhin 10 bis 12 Prozent der unter 13-jährigen Kinder in der EU diese Dienste nutzen. In den Nutzungsbedingungen von Meta heißt es zwar klar, dass die Plattformen nicht für Nutzer unter 13 Jahren bestimmt sind. Die Kommission wirft dem Unternehmen jedoch vor, diese Regeln nicht ausreichend durchzusetzen. Kinder könnten Altersprüfungen leicht umgehen, indem sie bei der Registrierung falsche Geburtsdaten angeben.

Kritik übt die Kommission auch am Meldesystem von Meta für Accounts Minderjähriger. Der Prozess sei übermäßig kompliziert und unwirksam, mit kaum Konsequenzen nach eingereichten Meldungen. Zudem stellte die Behörde fest, dass minderjährige Nutzer weiterhin auf altersunangemessene Inhalte stoßen.

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Um diese Probleme zu beheben, fordert die Kommission strengere Altersüberprüfungen. Sie schlägt vor, dass Meta ein System einführen soll, das dem neu gestarteten Altersverifikations-App der EU ähnelt – nutzerfreundlich, aber mit Datenschutzgarantien. Zudem soll Meta alle bestehenden Accounts Minderjähriger von seinen Plattformen entfernen.

Falls sich die Vorwürfe bestätigen, drohen Meta hohe Strafen. Die Bußgelder könnten bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen, zusätzlich zu regelmäßigen Zahlungen, bis die Vorschriften eingehalten werden. Die Erkenntnisse der Kommission zeigen Lücken in den Kinderschutzmaßnahmen von Meta auf. Das Unternehmen muss nun auf die Vorwürfe reagieren und wirksamere Alterskontrollen einführen. Bei Nichteinhaltung drohen erhebliche finanzielle Konsequenzen und weitere regulatorische Schritte.

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