EU verschärft Krypto-Sanktionen gegen Belarus vor Start des digitalen Rubels
Hannah RichterEU verschärft Krypto-Sanktionen gegen Belarus vor Start des digitalen Rubels
Die Europäische Union hat neue Sanktionen verhängt, die sich gegen die Nutzung von Kryptowährungen in Belarus richten. Die am 23. April 2026 bekannt gegebenen Maßnahmen zielen darauf ab, Umgehungsversuche bestehender Restriktionen zu unterbinden. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Belarus im Juli 2026 sein eigenes digitales Währungssystem einführen will.
Die neuen Sanktionen verbieten ausdrücklich alle Transaktionen, die mit belarussischen Kryptoorganisationen oder digitalen Vermögenswerten in Verbindung stehen. Gemäß dem Beschluss des Rates (GASP) 2026/512 sind nun sämtliche Geschäfte mit Krypto-Dienstleistern, die in Belarus ansässig sind, oder mit dezentralen Plattformen, die von dort aus operieren, untersagt. Die EU will damit Schlupflöcher schließen, die es Geldern ermöglichen könnten, frühere Finanzstrafen zu umgehen.
Belarus treibt unterdessen sein Projekt des digitalen Rubels voran. Ab dem 1. Juli 2026 wird das Land den Testbetrieb seiner staatlich unterstützten Plattform aufnehmen. Zunächst wird das System nur Transaktionen zwischen registrierten Unternehmen und ihren Partnern ermöglichen.
Nach der Testphase plant Belarus die Eröffnung seiner ersten Krypto-Bank, die auf der Infrastruktur des digitalen Rubels aufbaut. Die Bank soll die Nutzung der Plattform über Unternehmensüberweisungen hinaus ausweiten, wobei Details zur breiteren öffentlichen Zugänglichkeit noch unklar sind.
Die jüngsten EU-Sanktionen verschärfen die Kontrollen über die belarussischen Finanzaktivitäten im Kryptosektor. Da die Testphase des digitalen Rubels im Juli beginnen soll, werden die Maßnahmen direkte Auswirkungen auf grenzüberschreitende Transaktionen haben, die die neue Plattform betreffen. Belarus' Vorstoß für eine staatliche Krypto-Bank steht nun unter strengerer internationaler Aufsicht.






