Europas Bahnnetz wächst: Neue Direktverbindungen bis 2029 geplant
Europäische Bahnbetreiber bauen in den kommenden Jahren ihr grenzüberschreitendes Zugangebot aus. Die Deutsche Bahn, Trenitalia und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) werden bis 2027 neue Streckenverbindungen zwischen Deutschland, Italien und Österreich einführen. Bis 2029 sind weitere Verlängerungen bis Neapel und Berlin geplant, während zusätzlich direkte Verbindungen zwischen Berlin und Paris geprüft werden.
In der ersten Ausbaustufe sollen bis 2027 Verbindungen zwischen München, Mailand und Rom aufgenommen werden. Diese Strecke wird später bis Neapel verlängert, und Berlin soll voraussichtlich 2029 an das Netz angebunden werden. Ziel ist es, einen nahtlosen Schienenkorridor durch Mittel- und Südeuropa zu schaffen.
Unterdessen prüft die Deutsche Bahn einen zweiten täglichen Direktzug zwischen Berlin und Paris. Der bestehende ICE auf dieser Strecke ist bereits zu über 80 Prozent ausgelastet. Daten zeigen, dass etwa 75 Prozent der Fahrgäste die gesamte Strecke nutzen – ein klares Zeichen für die starke Nachfrage.
Eine geplante Direktverbindung Berlin–London stößt hingegen auf erhebliche Hindernisse. Zoll- und Sicherheitskontrollen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich bleiben kompliziert. Zudem würden die Zulassung von Zugmodellen für die Kanalquerung Hundertmillionen kosten, was das Projekt vorerst wirtschaftlich undurchführbar macht.
Die geplanten Erweiterungen werden die Schienenverbindungen zwischen den großen europäischen Metropolen stärken. Bis 2029 könnten Reisende direkt von Berlin nach Neapel über München und Mailand fahren. Der Erfolg der Strecke Berlin–Paris hat zudem Diskussionen über eine Kapazitätserhöhung auf dieser Verbindung angestoßen.






