Ex-Berater Hilton greift Kalifornien an – doch nicht alle teilen seine harte Kritik
Hannah RichterEx-Berater Hilton greift Kalifornien an – doch nicht alle teilen seine harte Kritik
Steve Hilton, ein ehemaliger Berater von David Cameron, hat Kalifornien als den "am schlechtesten geführten Bundesstaat" der USA bezeichnet. Seine Kritik kommt trotz der beeindruckenden Wirtschaftskraft des Staates mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 4,25 Billionen US-Dollar – das viertgrößte der Welt. Nicht alle teilen seine Einschätzung, und ein möglicher Wahlkampf für das Gouverneuramt stößt bei Einwohnern wie politischen Beobachtern auf Skepsis.
Kaliforniens wirtschaftliche Stärke ist unbestritten. Mit einem BIP, das dem des Vereinigten Königreichs entspricht, übertrifft der Staat die meisten Länder an Wohlstand. Viele Menschen entscheiden sich bewusst für ein Leben dort – wegen der Jobchancen und des hohen Lebensstandards.
Hiltons Äußerungen stoßen auf Widerspruch. Die politische Kommentatorin Batia Atzmony argumentiert, Kalifornien habe in den vergangenen 15 Jahren keinen nennenswerten Niedergang erlebt. Sie kritisiert zudem seinen negativen Wahlkampfstil und schlägt vor, er solle sich stattdessen um die Belange Großbritanniens kümmern, statt eine politische Karriere in den USA anzustreben.
Auch andere teilen Bedenken gegenüber Hiltons Vorgehen. Der lokale Aktivist Robert Matthews gibt "Wahlkampfmüdigkeit" zu und bezeichnet Hiltons vorgeschlagene Lösungen als unrealistisch. Der Politikanalyst Donald L. Singer hinterfragt, ob Hilton die lokalen Interessen Kaliforniens und die Prioritäten seiner Bewohner wirklich versteht.
Hiltons Kandidatur für das Gouverneuramt sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert, da viele seine Sicht auf die Probleme Kaliforniens nicht teilen. Der Staat bleibt eine der wohlhabendsten Volkswirtschaften der Welt und zieht Menschen wegen seiner Chancen an. Ob sein Wahlkampf an Fahrt gewinnt, hängt davon ab, wie die Wähler auf seine Kritik und Vorschläge reagieren.






