Ex-Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci verliert Pension nach Korruptionsurteil
Hannah RichterEx-Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci verliert Pension nach Korruptionsurteil
Dilek Kalayci, Berlins ehemalige Gesundheitssenatorin, wird nach ihrer Verurteilung wegen Korruption keine Beamtenpension erhalten. Die Entscheidung folgt einem Gerichtsurteil, das sie ihrer Pensionsansprüche als Beamtin für verlustig erklärte. Im Mittelpunkt des Falls stand die Annahme von Vorteilen im Zusammenhang mit einer aufwendigen Hochzeitsfeier im Jahr 2019.
Kalayci hatte jahrelang in der Berliner Regierung gedient, zunächst von 2011 bis 2016 als Senatorin für Arbeit und später bis 2021 als Gesundheitssenatorin. Zudem war sie seit 2001 langjähriges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.
Im April 2025 verurteilte sie ein Gericht zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Die Verurteilung bezog sich auf eine von einer Werbeagentur organisierte Hochzeitsfeier, für die keine Rechnung ausgestellt wurde. Die Ermittler stellten fest, dass die Agentur später einen Auftrag von der Senatsgesundheitsverwaltung erhielt – ein klarer Zusammenhang zwischen der Gefälligkeit und amtlichen Geschäften.
Das Urteil wurde am 18. Dezember 2025 rechtskräftig und führte zum automatischen Verlust ihrer Pensionsansprüche. Nach dem Berliner Beamtenversorgungsgesetz ist der Entzug in solchen Fällen zwingend vorgeschrieben. Der Bund der Steuerzahler hatte Kalaycis mögliche Pension zuvor auf über 6.000 Euro monatlich geschätzt. Die Senatsfinanzverwaltung bestätigte, dass rechtliche Bestimmungen nun jede Auszahlung blockieren.
Mit der Verurteilung ist Kalaycis Anspruch auf eine Beamtenpension endgültig erloschen. Das Urteil setzt zugleich einen Schlussstrich unter einen Fall, der Korruption in der Berliner Verwaltung offenlegte. Ohne weitere Rechtsmittel bleibt die Entscheidung endgültig bestehen.






