22 March 2026, 04:35

Ex-Pflegeleiterin wegen NDIS-Betrugs zu drei Jahren Haft verurteilt

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kostet Familien monatlich Hunderte von Dollar.

Ex-Pflegeleiterin wegen NDIS-Betrugs zu drei Jahren Haft verurteilt

Mumthaj Begam Kantara, die ehemalige Leiterin von Elite Smart Community Care, ist wegen Betrugs an schutzbedürftigen Teilnehmern des Nationalen Invalidenversicherungssystems (NDIS) zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Sie gestand 14 Fälle von unehrlichem Verhalten ein, nachdem sie über 296.000 australische Dollar für Leistungen eingestrichen hatte, die sie nie erbrachte. Ihre Opfer – viele von ihnen aus den türkisch- und arabischsprachigen Gemeinschaften Melbournes – blieben ohne dringend benötigte Unterstützung zurück.

Zwischen 2019 und 2022 hatte Kantara nicht englischsprachige NDIS-Teilnehmer ins Visier genommen, indem sie gefälschte Zahlungsanträge einreichte. Sie ausgenutzt Menschen, die auf ihre Pflege angewiesen waren, und verursachte ihnen erheblichen Stress sowie ein tiefes Gefühl des Vertrauensbruchs. Richter John Kelly verurteilte ihr Handeln scharf und erklärte, sie habe anderen lebenswichtige NDIS-Leistungen vorenthalten.

Erst letzte Woche war in einem weiteren Betrugsfall Kim Michael Schubert zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Schubert hatte Teilnehmerdaten weitergegeben, wodurch betrügerische Anträge ermöglicht wurden. Die Verurteilung fällt in eine Phase, in der die Fraud Fusion Taskforce ihre Maßnahmen gegen NDIS-Betrug verschärft.

Die Sonderermittlungseinheit führt derzeit 660 Untersuchungen durch und hat 59 Personen vor Gericht gebracht. Bis Anfang 2026 wurden 14 weitere Einzelpersonen oder Anbieter aufgrund von Betrugsvorwürfen vom NDIS ausgeschlossen. Insgesamt hat die NDIS Quality and Safeguards Commission fast 200 Personen und Anbieter aus dem System verbannt.

NDIS-Ministerin Jenny McAllister unterstrich die Haltung der Regierung und erklärte, Kriminelle, die Menschen mit Behinderung ausbeuten, "gehören ins Gefängnis". Sie betonte, das System arbeite aktiv daran, weitere Betrugsfälle zu verhindern.

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Kantara muss mindestens 14 Monate absitzen, bevor sie gegen eine Kaution von 5.000 australischen Dollar und eine dreijährige Bewährungsauflage auf Bewährung entlassen werden kann.

Die Verurteilungen von Kantara und Schubert markieren einen weiteren Schritt im anhaltenden Kampf gegen NDIS-Betrug. Mit fast 200 bereits verhängten Sperren und Hunderten laufenden Ermittlungen gehen die Behörden weiterhin gegen diejenigen vor, die das System ausnutzen. Die Bemühungen der Taskforce zielen darauf ab, schutzbedürftige Teilnehmer zu schützen und das Vertrauen in das System wiederherzustellen.

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