Ex-Richter Khairul Haque erhält Kaution – doch bleibt er in Haft
Das Oberste Gericht hat dem ehemaligen Obersten Richter ABM Khairul Haque in allen fünf Verfahren, die mit den Mordvorwürfen im Zusammenhang mit dem Massenaufstand im Juli 2024 verknüpft sind, Kaution bewilligt. Der 81-Jährige, der unter schweren gesundheitlichen Problemen leidet, befand sich seit seiner Festnahme im Juli 2025 in Haft. Seine Freilassung steht jedoch weiterhin aus, da die Regierung gegen die Kautionsbeschlüsse Berufung eingelegt hat.
Richter Khairul Haque war am 24. Juli 2025 im Zusammenhang mit einem Verfahren festgenommen worden, in dem 467 namentlich genannte Personen sowie geschätzt 1.000 bis 2.000 nicht namentlich genannte Beschuldigte aufgeführt sind. Die Vorwürfe beziehen sich vor allem auf angebliche Widersprüche zwischen einer kurzen Anordnung und einem ausführlichen Urteil, das er 2011 erlassen hatte. Sein erster Antrag auf Kaution war am 16. September 2025 abgelehnt worden.
Das Oberste Gericht genehmigte später am 14. März in vier Fällen und am 11. März in einem fünften Fall die Freilassung gegen Kaution. Zur Begründung verwies es auf die schwache Beweislage, die zögerliche Ermittlungsarbeit sowie Bedenken hinsichtlich seines hohen Alters und seines sich verschlechternden Gesundheitszustands. In den Gerichtsbeobachtungen wurden zudem menschenrechtliche Probleme angesprochen, die sich aus der langen Untersuchungshaft ohne polizeilichen Abschlussbericht ergeben.
Trotz der Kautionsbewilligungen bleibt Haque weiterhin in Haft, da ein Berufungsverfahren der Regierung noch anhängig ist. Unterdessen hat die Polizei einen separaten Antrag eingereicht, um ihn in einem weiteren, mit demselben Aufstand zusammenhängenden Fall offiziell in Gewahrsam zu nehmen; eine Anhörung dazu steht noch aus.
Die Kautionsgenehmigung für den ehemaligen Obersten Richter umfasst zwar alle fünf Verfahren, doch seine Freilassung hängt vom Ausgang des Rechtsstreits mit der Regierung ab. Sein Gesundheitszustand – darunter Herzerkrankungen, Nierenprobleme, Asthma, Demenz und zervikale Spondylose – bleibt ein zentraler Faktor in den weiteren Verhandlungen. Die nächsten Schritte werden entscheiden, ob er freigelassen oder weiter festgehalten wird.






