Falken-Broschüre mit sexuellen Spielen für Kinder löst Empörung aus
Das Bundesfamilienministerium hat die sozialistische Jugendorganisation Falken aufgefordert, eine umstrittene Aufklärungsbroschüre zu erklären. Die aus Steuergeldern finanzierte Publikation enthält sexuell thematisierte Spiele, die sich an junge Kinder richten. Es gibt Zweifel, ob die Inhalte für die angedachte Altersgruppe geeignet sind.
Der Vorstoß erfolgte nach einem Bericht der Jungen Freiheit, wonach von den Falken getragene Kitas in Bielefeld Rollenspiele mit sexuellen Inhalten für Kleinkinder anbieten. Das Ministerium betonte zwar, dass Sexualerziehung in der Jugendarbeit ihren Platz habe, sie müsse jedoch verantwortungsvoll und fachkundig vermittelt werden.
Die umstrittene Broschüre entstand 2017 im Rahmen des Bundesprogramms Kinder- und Jugendplan und enthält Spiele wie Spaßtüte, das für Achtjährige konzipiert ist und den Einsatz von Sexspielzeug und Gleitmittel vorsieht. Eine weitere Aktivität namens Sex-Salat weist sechsjährigen Kindern sexuelle Begriffe als Spitznamen zu.
Die Kritik verschärfte sich, nachdem die Junge Freiheit berichtete, die Falken hätten einer neunten Klasse homosexuelle Pornografie zugänglich gemacht. Das Ministerium stellte klar, dass die Transparenz der Förderung nicht mit einer inhaltlichen Billigung gleichzusetzen sei. In den vergangenen zehn Jahren erhielt die Organisation fast 12 Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen, darunter 2.700 Euro für die fragliche Broschüre.
Das Familienministerium wiederholte, Sexualaufklärung müsse altersgerecht, fachlich fundiert und sensibel erfolgen. Nun steht die Organisation in der Pflicht zu begründen, ob ihre Materialien diesen Ansprüchen genügen. Die Falken müssen dem Ministerium eine offizielle Stellungnahme zu den Inhalten der Broschüre vorlegen.
Der Fall wirft grundsätzliche Fragen nach den Grenzen der Sexualerziehung für junge Kinder auf. Angesichts der Millionenförderung aus öffentlichen Mitteln könnten künftige Projekte der Organisation einer strengeren Prüfung unterzogen werden.






