FDP in MV will dreigliedriges Schulsystem zurück – doch die Umfragen drohen das Aus
Hannah RichterFDP will Haupt- und Realschule wieder einführen - FDP in MV will dreigliedriges Schulsystem zurück – doch die Umfragen drohen das Aus
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Mecklenburg-Vorpommern hat ihr bildungspolitisches Programm vor der Landtagswahl am 26. September finalisiert. Die Partei setzt sich für weitreichende Reformen ein, darunter die Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem.
Der Landesverband der FDP will die Regionale Schule abschaffen und stattdessen Haupt- und Realschulen wieder einführen. Dies würde eine Abkehr vom aktuellen System bedeuten, das seit 2002 besteht. Zudem spricht sich die Partei für den Erhalt von Förderschulen aus, schlägt jedoch vor, den konfessionellen Religionsunterricht durch ein neutrales Fach zu ersetzen, das alle Glaubensrichtungen abdeckt.
Auf Bundesebene hat FDP-Chef Christian Dürr unterdessen strengere Sprachregelungen und eine härtere Linie in der Migrationspolitik gefordert. Er schlug vor, dass Kinder zwei Jahre vor der Einschulung verpflichtende Deutschtests ablegen sollen, um sicherzustellen, dass sie ihre Schullaufbahn mit soliden Sprachkenntnissen beginnen. Bei der Zuwanderung betonte Dürr, dass der Zugang zu Deutschland für Arbeitsmigranten leichter sein solle als für Leistungsbezieher.
Der Spitzenkandidat der FDP in Mecklenburg-Vorpommern, Jakob Schirmer, unterstrich, dass die Freiheit im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen müsse. Doch die Partei steht vor einer schwierigen Herausforderung: Aktuelle Umfragen sehen sie unter der Fünf-Prozent-Hürde, die für den Wiedereinzug in den Landtag nötig wäre. Zudem wird auf dem anstehenden Bundesparteitag im Mai ein Antrag eingebracht, der eine Neuwahl des Bundesvorstands fordert.
Die FDP setzt mit ihren Forderungen auf strengere Sprachprüfungen, die Wiedereinführung des dreigliedrigen Schulsystems und eine restriktivere Migrationspolitik. Nun muss sie die Wähler in Mecklenburg-Vorpommern überzeugen, um ihren Verbleib im Landtag zu sichern. Angesichts der aktuellen Umfragewerte bleibt der Ausgang der Septemberwahl jedoch ungewiss.






