01 May 2026, 16:01

Ferat Koçak revolutioniert Politik: Gehaltsverzicht für Neuköllns Sozialfonds

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

Ferat Koçak revolutioniert Politik: Gehaltsverzicht für Neuköllns Sozialfonds

Ferat Koçak schrieb bei der Bundestagswahl 2022 Geschichte: Als erster Politiker der Linken gewann er ein rein westdeutsches Direktmandat. Seitdem vertritt er Berlin-Neukölln und setzt sich für eine Politik ein, die die Alltagsprobleme seiner Wählerinnen und Wähler widerspiegelt. Dazu gehört auch, dass er sein eigenes Gehalt deckelt und die freiwerdenden Mittel in soziale Projekte vor Ort fließen lässt.

Aufsehen erregte Koçak mit der Ankündigung, sein Abgeordnetengehalt auf 2.500 Euro monatlich zu begrenzen. Den Restbetrag will er in einen Sozialfonds für seinen Wahlkreis Neukölln einbringen. Seine Begründung: Hohe Diäten entfremden Politiker von den Lebensrealitäten der Menschen.

Bei einer Bürgerversammlung in Neukölln entschuldigte er sich für seine Nervosität und gab offen zu, unter dem Druck der öffentlichen Rede zu stehen. Seine Priorität bleibt jedoch die Verantwortung gegenüber den Anwohnerinnen und Anwohnern – das sei sein oberstes Ziel.

Kritik übte Koçak an Kollegen, die überlange Arbeitszeiten verlangen, ohne strukturelle Probleme anzugehen. Er verknüpfte Kürzungen bei der Jugendhilfe mit steigenden Militäretats und warnte, solche Entscheidungen schwächten den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch die Agenda 2030 sieht er skeptisch: Sie könnte den Sozialstaat in Deutschland untergraben.

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Gleichzeitig sprach sich Koçak für kollektives Handeln aus und verwies auf den Streik im Neuköllner Vivantes-Klinikum als Beispiel dafür, wie organisierter Protest Veränderungen bewirken kann. Für ihn bedeutet echte Sicherheit nicht abstrakte Politik, sondern finanzielle Absicherung im Alter und zugängliche Jugendzentren.

Mit seiner Amtsführung hebt sich Koçak bereits als Abgeordneter ab, der etablierte Normen infrage stellt. Durch die Gehaltsdeckelung und die Unterstützung lokaler Bewegungen verknüpft er seine politische Arbeit direkt mit den Bedürfnissen Neuköllns. Seine Warnungen vor Sozialkürzungen und hohen Rüstungsausgaben deuten auf kommende Debatten im Bundestag hin.

Quelle