25 May 2026, 00:01

Feuerwehrverband kritisiert Berlins chaotisches Rettungsdienst-System scharf

Jeder kann Feuerwehrmann sein. Wie ein Nationaltrainer.

Feuerwehrverband kritisiert Berlins chaotisches Rettungsdienst-System scharf

Berlins neues Kapazitätsstufensystem für den Rettungsdienst stößt bei Feuerwehrführungen auf Kritik

Lars Wieg und Manuel Barth, führende Vertreter des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFeuG), werfen der Politik vor, mit der Umstellung die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte geschwächt zu haben. Beide machen politische Unehrlichkeit und mangelnde Planung für die anhaltenden Probleme verantwortlich.

Lars Wieg, Landesvorsitzender des DFeuG in Berlin-Brandenburg, kritisierte, die Verantwortlichen würden sich in „Negativdebatten“ verlieren, statt nach praktikablen Lösungen zu suchen. Für Einsatzkräfte stehe die Funktionsfähigkeit im Vordergrund – nicht politische Inszenierungen. Sein Stellvertreter Manuel Barth räumte ein, das System sei aus der Not heraus eingeführt worden – „aber nicht, weil es gut funktioniert“.

Die neue Struktur führt fast täglich zu Kapazitätsalarmen und untergräbt damit die Verlässlichkeit der Feuerwehr. Die Umsetzung bindet zudem zusätzliche personelle Ressourcen, verzögert die Einsatzzeiten und belastet die Teams mit Mehraufwand.

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Scharfe Kritik übten Wieg und Barth auch an der intransparenten Festlegung der Sicherheitsstufen. Sie forderten die Politik auf, entweder das System angemessen zu finanzieren oder offen einzugestehen, dass die Mittel nicht ausreichen. Ohne ehrliche Aufklärung, warnten sie, würden sich die Missstände weiter verschärfen.

Die Vorwürfe des DFeuG spiegeln die anhaltenden Defizite im Berliner Rettungswesen wider. Verzögerungen und Personalmangel beeinträchtigen weiterhin den Einsatzbetrieb, während die Führungsebene klarere Vorgaben einfordert. Der Verband pocht darauf, dass echte Verbesserungen entweder mehr Geld erfordern – oder zumindest eine ungeschminkte Anerkennung der aktuellen Grenzen.

Quelle