Fidelity Investments kehrt zur Fünf-Tage-Büropflicht für 20.000 Mitarbeiter zurück
Mila VoigtFidelity Investments kehrt zur Fünf-Tage-Büropflicht für 20.000 Mitarbeiter zurück
Fidelity Investments kündigt radikale Kehrtwende in der Arbeitsplatzpolitik an
Ab September müssen über 20.000 Mitarbeiter des US-Finanzdienstleisters Fidelity Investments fünf Tage pro Woche ins Büro kommen. Die Änderung markiert einen deutlichen Bruch mit den bisher flexiblen Regelungen des Unternehmens.
Bisher waren Angestellte lediglich verpflichtet, alle zwei Monate eine komplette Woche im Büro zu arbeiten. Künftig gilt die neue Vorgabe für alle 6.200 Beschäftigten am Standort Boston sowie für mehr als 15.000 Mitarbeiter in New Hampshire, Kentucky und New Mexico. Auch Führungskräfte ab der Ebene des Vizepräsidenten – einschließlich derer in Indien und Irland – müssen dann fünf Tage pro Woche vor Ort sein.
Das Unternehmen begründet den Schritt mit der Überzeugung, dass Präsenzarbeit bessere Mitarbeitervernetzung, Mentoring und Lernmöglichkeiten fördere. Nicht alle Standorte sind jedoch sofort betroffen: Die Belegschaften in North Carolina und Rhode Island bleiben vorerst ausgenommen, während Fidelity zusätzliche Büroräume sichert. Auch Mitarbeiter im telefonischen Kundenservice sind von der Neuregelung nicht betroffen.
Um den Übergang zu erleichtern, behält Fidelity seinen bestehenden Hauptsitz mit 800.000 Quadratmetern Fläche in der Nähe des Bahnhofs South Station bei. Zudem wird noch in diesem Sommer ein neues Bürogebäude mit 650.000 Quadratmetern im Bostoner Seaport District eröffnet. Seit 2016 hat das Unternehmen seine Belegschaft in Boston bereits um 24 Prozent ausgebaut.
Die Umstellung tritt im September in Kraft und führt die meisten US-Mitarbeiter zurück zur vollständigen Bürotätigkeit. Die erweiterten Büroflächen in Boston und anderen Standorten sollen den Wandel unterstützen. Mit der Maßnahme unterstreicht Fidelity seinen Kurs auf mehr persönliche Zusammenarbeit im gesamten Unternehmen.






