Finanzbranche setzt auf KI und Automatisierung für bessere Compliance-Systeme
Emil LangeFinanzbranche setzt auf KI und Automatisierung für bessere Compliance-Systeme
Finanzdienstleister stehen unter wachsendem Druck durch rasante regulatorische Änderungen. Immer mehr Unternehmen setzen nun auf Technologie, um ihre Compliance-Systeme im kommenden Jahr zu stärken.
Eine aktuelle Umfrage zeigt: 74 Prozent der Unternehmen planen in den nächsten zwölf Monaten in Compliance-Technologien zu investieren. Der Schub kommt zu einer Zeit, in der viele Firmen mit veralteten Prozessen und steigenden Anforderungen der Aufsichtsbehörden kämpfen.
Aktuell haben erst 16 Prozent der Unternehmen ein "fortgeschrittenes" Compliance-Niveau erreicht. Mehr als die Hälfte – 58 Prozent – befindet sich noch in der "Grundlagen"- oder "abhängigen" Reifestufe. Diese Lücke unterstreicht die Herausforderungen, vor denen viele bei der Anpassung an sich wandelnde Vorschriften stehen.
Manuelle Prozesse bleiben das größte Hindernis – 57 Prozent der Befragten nennen sie als Hauptproblem. Gleichzeitig sehen 46 Prozent in künstlicher Intelligenz ein Schlüsselinstrument, um Compliance-Abläufe zu revolutionieren. Vorreiter sind dabei Fintech-Unternehmen: 90 Prozent setzen bereits neue Compliance-Technologien ein.
Auch Banken ziehen nach. Großbanken (Tier 1) erwarten bald deutliche Fortschritte durch Automatisierung, während 80 Prozent der Regionalbanken in Compliance-Tools investieren wollen. Der Anteil der Unternehmen mit fortgeschrittener Reife soll sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppeln – von 16 auf 35 Prozent.
Die Finanzbranche modernisiert ihre Compliance-Systeme mit Hochdruck. Investitionen in Automatisierung, KI und neue Technologien sollen die Abhängigkeit von manueller Arbeit verringern. Hält die Entwicklung an, könnte bald ein deutlich größerer Teil der Unternehmen ein höheres Compliance-Niveau erreichen.






