FIS und Anthropic revolutionieren Banken mit KI-Agenten gegen Finanzkriminalität
Lina SeidelFIS und Anthropic revolutionieren Banken mit KI-Agenten gegen Finanzkriminalität
FIS und der KI-Spezialist Anthropic entwickeln neue Automatisierungstools für Banken
Als erstes Produkt entsteht ein KI-Agent für Finanzkriminalität, der Ermittlungen zu verdächtigen Transaktionen beschleunigen soll. Die nordamerikanischen Banken BMO und Amalgamated Bank werden das System als Erste einsetzen.
Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht die Verkürzung der Prüfzeiten bei potenziellen Geldwäschefällen. Der KI-Agent sammelt Beweismaterial, gleicht Kontobewegungen mit bekannten Mustern ab und markiert besonders risikoreiche Fälle. Dadurch verringert sich der manuelle Aufwand, und die Compliance-Kosten für Finanzinstitute sinken.
Die Grundlage für die logischen Abläufe des Systems bilden die Claude-Modelle von Anthropic – alle Kundendaten bleiben jedoch in der Infrastruktur von FIS. Derzeit arbeiten Ingenieure beider Unternehmen am Design des ersten Agents und schulen interne Teams. Jonathan Pelosi, Leiter des Bereichs Finanzdienstleistungen bei Anthropic, betonte, dass FIS die praxisnahen Daten liefert, die für den Einsatz von KI-Lösungen entscheidend sind.
Stephanie Ferris, Vorstandsvorsitzende und Präsidentin von FIS, erklärte, dass Banken KI-Systeme benötigten, die aktiv handeln – und nicht nur Empfehlungen geben. Die erste Einführung ist für BMO und Amalgamated Bank geplant; eine breitere Verfügbarkeit wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
Der neue KI-Agent soll Geldwäscheermittlungen beschleunigen und effizienter gestalten. Banken, die das System nutzen, profitieren von weniger manueller Arbeit und einer besseren Risikoerkennung. Die flächendeckende Einführung in der Branche ist für Ende 2026 vorgesehen.






