04 April 2026, 22:33

Florida steigt im Energiepreis-Ranking auf Platz 34 – doch die Kosten bleiben hoch

Eine Liniengrafik, die die Trends des US-Energieverbrauchs für Erdgas, Kohle, Kernenergie und Biomasse zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Florida steigt im Energiepreis-Ranking auf Platz 34 – doch die Kosten bleiben hoch

Florida klettert in der Energiepreis-Rangliste um drei Plätze nach oben

Florida hat sich in der Energieerschwinglichkeit um drei Plätze verbessert und belegt nun Rang 34 im aktuellen Energy Affordability Report 2026. Die von der American Legislative Exchange Council (ALEC) veröffentlichte Studie zeigt, wie sich die Energiekosten in den USA verändern – geprägt von globalen Ereignissen und der Energiepolitik der Bundesstaaten. Steigende Spritpreise und Belastungen der Infrastruktur haben dabei eine zentrale Rolle gespielt.

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Für die Bewertung wurden die Strompreise aus dem Jahr 2024 und die Kraftstoffkosten von 2025 herangezogen. Der durchschnittliche Strompreis für Haushaltskunden in Florida lag in den erfassten Daten bei 12,53 Cent pro Kilowattstunde, stieg jedoch bis März 2026 auf 16 Cent an. Trotz dieses Anstiegs bleibt Strom in Florida etwa 22 Prozent günstiger als im US-Durchschnitt.

Energie-Mix mit starkem Gasanteil – aber ohne verbindliche Ökostrom-Vorgaben Floridas Energiemix basiert zu 77 Prozent auf Erdgas, das den Löwenanteil der Stromerzeugung deckt. Kernkraft trägt 11 Prozent bei, Solarenergie 7 Prozent und Kohle 3 Prozent. Anders als einige Bundesstaaten verfügt Florida weder über einen Renewable Portfolio Standard (verbindliche Quote für erneuerbare Energien) noch über ein Emissionshandelssystem, bietet aber eine Net-Metering-Regelung für Solarnutzer an.

Im vergangenen Jahr sah sich das Energiesystem des Staates mit Herausforderungen konfrontiert: Es gab 14 gemeldete Netzstörungen. Der Gesamtabsatz an Strom für Endverbraucher erreichte 266,1 Millionen Megawattstunden – ein Indiz für die hohe Nachfrage. Gleichzeitig trieben globale Verwerfungen wie die Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran im Februar 2028 die Kraftstoffpreise in die Höhe und belasteten die Energiekosten im ganzen Land.

Nord Dakota und Louisiana an der Spitze – Florida mit leichter Verbesserung Die Bundesstaaten Nord Dakota und Louisiana führen die Rangliste der energiepreisgünstigsten Staaten an. Floridas bescheidener Aufstieg von Platz 37 auf 34 deutet auf Fortschritte hin, doch im Vergleich zu vielen anderen Staaten gibt es weiterhin Nachholbedarf, um die Kosten für Haushalte und Unternehmen zu senken.

Zwar liegen Floridas Energiepreise nach wie vor unter dem US-Durchschnitt, doch das Ranking zeigt noch Spielraum für Verbesserungen. Mit seiner starken Abhängigkeit von Erdgas und ohne verbindliche Vorgaben für erneuerbare Energien verfolgt der Staat einen anderen Kurs als jene Bundesstaaten, die auf eine sauberere Energiewende setzen. Die Ergebnisse des Berichts erscheinen zu einer Zeit, in der globale Spannungen und sprunghaft steigende Spritpreise den Energiemarkt in den USA unter Druck setzen.

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