Fluence Energy setzt auf US-Produktion trotz Aktienrückgang und Marktdruck
Emil LangeFluence Energy setzt auf US-Produktion trotz Aktienrückgang und Marktdruck
Fluence Energy baut US-Produktion aus, um Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu verringern
Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen unter Marktdruck steht – die Aktie verlor diese Woche über 8 % und fiel auf 13,00 Euro. Dennoch bleibt die Nachfrage nach seinen Energiespeicherlösungen hoch, was die Verkaufspipeline auf geschätzte 30 Milliarden US-Dollar anwachsen lässt.
Erst kürzlich registrierte Fluence 6,7 Millionen neue Aktien im Wert von etwa 115 Millionen Dollar. Diese sind vor allem für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm vorgesehen, das dazu dient, Schlüsselpersonal an das Unternehmen zu binden. Die Ankündigung löste jedoch einen Kursrückgang aus, wodurch die Marktkapitalisierung von Fluence von etwa 2,94 Milliarden auf rund 1,90 Milliarden Euro sank.
Mitte März verkaufte der Direktor Harald von Heynitz 10.000 Aktien, nachdem er Optionen ausgeübt hatte, um Steuerverbindlichkeiten zu begleichen. Seither schwankt der Kurs und notiert bei oder unter 13,05 Euro – umgerechnet etwa 15,77 Dollar.
Die finanziellen Ziele von Fluence bleiben ehrgeizig: Bis Jahresende strebt das Unternehmen wiederkehrende Jahreserträge von 180 Millionen Dollar an. Zudem prognostiziert es ein bereinigtes EBITDA von 40 bis 60 Millionen Dollar bis Mai 2026. Die aktuellen Aufträge übertreffen bereits die Erwartungen – mit einem Bestellrückstand von 5,5 Milliarden Dollar, der ausreicht, um die für 2026 prognostizierten Umsätze von bis zu 3,6 Milliarden Dollar abzudecken.
Auch die Führungsebene wurde verstärkt: Fahad Al-Darwish ist kürzlich in den Vorstand eingetreten und ergänzt damit das Gremium.
Trotz der Börsenturbulenzen setzt Fluence Energy auf den Ausbau der US-Produktion. Mit einer Verkaufspipeline von 30 Milliarden Dollar und einem soliden Auftragsbestand bleibt das Unternehmen auf seine langfristigen Umsatz- und Rentabilitätsziele fokussiert. Die neu emittierten Aktien und die personelle Verstärkung im Vorstand unterstreichen die fortlaufenden Bemühungen, die Geschäfte zu stabilisieren und auszubauen.






