02 April 2026, 10:33

Fords umstrittene Texas-Reise: Energie, Autos und KI im Fokus der Kritik

Eine Whiteboard mit einer Karte von Kanada darauf, beschriftet mit "Ressourcen" und "Mögliche Kanada", und eine Tasse Kaffee in der rechten oberen Ecke.

Fords umstrittene Texas-Reise: Energie, Autos und KI im Fokus der Kritik

Ontarios Ministerpräsident Doug Ford befindet sich derzeit auf einer dreitägigen Handelsmission in Texas, die sich auf die Bereiche Energie, Automobilproduktion und künstliche Intelligenz konzentriert. Seine Gespräche mit US-Wirtschaftsführern und Regierungsvertretern haben in der Heimat Kritik der Opposition ausgelöst.

Die Reise fällt zeitlich mit einem Besuch des Energieministers Stephen Lecce in Washington zusammen, wo er über Handelsfragen im Rahmen des CUSMA-Abkommens (dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen) verhandelt. Dies wirft Fragen zu den Prioritäten der Provinz auf, insbesondere während der laufenden Parlamentssitzungen.

Fords Mission, die Anfang 2026 stattfindet, umfasst Gespräche mit Großkonzernen wie ExxonMobil, Tesla und Oracle. Im Mittelpunkt stehen Themen wie die Integration von Lieferketten, Energieexporte nach Ontario und die Arbeitskräftemobilität im Rahmen des USMCA-Abkommens. Zudem ging es um Herausforderungen wie US-Zölle, Fachkräftemangel und regulatorische Hürden für grenzüberschreitende Investitionen.

Während seines Besuchs betonte Ford, dass keiner der getroffenen Vertreter oder Wirtschaftsführer Zölle unterstütze. Parallel nahm Energieminister Lecce an einer Veranstaltung der Handelskammer von Ontario in Washington teil, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Kanada und den USA zu stärken. Lecce hob dabei Ontarios Kompetenzen in der Kernenergie sowie die mineralischen Rohstoffe der Provinz hervor – besonders vor dem Hintergrund, dass China die Exportkontrollen für Seltene Erden verschärft.

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Oppositionsführer hinterfragen indes Zeitpunkt und Sinn von Fords Reise. Die Vorsitzende der Neudemokratischen Partei (NDP), Marit Stiles, argumentierte, solche Missionen schafften keine Arbeitsplätze in Ontario. Der kommissarische Vorsitzende der Liberalen, John Fraser, kritisierte, Ford habe in der Vergangenheit in einer Werbekampagne gegen Zölle Aufnahmen von Ronald Reagan verwendet und damit Kanadas Verhandlungsposition geschwächt. Fraser warf Ford zudem vor, während der Parlamentssitzungen zu reisen.

Fords Handelsmission geht trotz gemischter Reaktionen der politischen Gegner weiter. Die Gespräche in Texas zielen darauf ab, die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen, doch bleiben Bedenken hinsichtlich der weiteren Auswirkungen auf die kanadisch-amerikanischen Handelsbeziehungen bestehen. Lecces paralleler Besuch in Washington unterstreicht zudem Ontarios Bestrebungen, seine Position in den nordamerikanischen Handelsnetzwerken zu festigen.

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