Fußballstars wie Haaland und Salah entdecken ihre Leidenschaft für Schach
Lina SeidelFußballstars wie Haaland und Salah entdecken ihre Leidenschaft für Schach
Schach erlebt neuen Aufschwung durch die Welt des Fußballs
Premier-League-Stars wie Erling Haaland und Mohamed Salah haben das Spiel offen für sich entdeckt – sowohl als Spieler als auch als Investoren. Die Verbindung zwischen den beiden Sportarten wächst, wobei prominente Namen mittlerweile Schachturniere prägen und ihre Leidenschaft für Strategie teilen.
Ein wichtiger Meilenstein ist eine neue Schach-Tour, die vom Weltschachverband FIDE unterstützt und von Haaland mitfinanziert wird. Die Initiative spiegelt einen größeren Trend wider: Fußballer engagieren sich auf vielfältige Weise für Schach – vom gelegentlichen Spiel bis hin zu Wettkampferfolgen.
Strategische Parallelen zwischen Fußball und Schach
In den letzten Jahren hat sich die Verbindung zwischen Fußball und Schach weiter vertieft. Manchester-City-Trainer Pep Guardiola und Schachgroßmeister Magnus Carlsen haben beide die strategischen Gemeinsamkeiten betont, insbesondere die Bedeutung der Kontrolle über das Zentrum. Carlsen, ein bekennender Fußballfan, spricht seit Langem über die geistigen Überschneidungen der beiden Disziplinen.
Haalands Faszination für Schach führte dazu, dass er in die neue, von der FIDE unterstützte Turnierserie investierte. Die Reihe umfasst vier jährliche Wettbewerbe, jeder mit einem Mindestpreisgeld von zwei Millionen Pfund. Dieser finanzielle Schub kommt zu einer Zeit, in der Schach einen Popularitätsschub erlebt – angetrieben durch Online-Plattformen, die Netflix-Serie Das Damen-Gambit und Prominenz-Werbung.
Vom Platz ans Schachbrett
Auch auf dem Spielfeld hinterlassen Fußballer ihre Spuren im Schach. Arsenals Mittelfeldspieler Eberechi Eze gewann 2025 ein Amateur-Schachturnier, während Liverpools Mohamed Salah schnelle Online-Blitzpartien bevorzugt – oft unter Pseudonym. Tottenhams Stürmer Harry Kane nutzt Schach hingegen, um vom Fußball abzuschalten.
Trotz des wachsenden Interesses gibt es keine Hinweise darauf, dass Fußballer direkten Einfluss auf die Schach-Verwaltung nehmen. Die Turnierstrukturen entwickeln sich weiterhin unter etablierten Organisationen wie der FIDE und unabhängigen Veranstaltern – ohne nennenswerte Beteiligung von Athleten wie Haaland oder Salah.
Neue Dynamik, bewährte Strukturen
Die neue Schach-Tour, getragen von der FIDE und Haalands Finanzierung, bietet nicht nur beträchtliche Preisgelder, sondern auch mehr Sichtbarkeit. Das Engagement der Fußballer – sei es durch Investitionen, Wettkämpfe oder Fürsprache – verleiht dem Spiel frischen Schwung. Dennoch bleibt das organisatorische Gerüst des Schachs fest in den Händen der traditionellen Schachinstitutionen.






