Gaskrise auf dem Land: Familien kochen wieder mit Holz und Kuhdung
Bewohner in ländlichen Gebieten kämpfen seit Wochen um Kochgasflaschen
Seit über einem Monat haben Einwohner in ländlichen Regionen, darunter Sardarpur, massive Schwierigkeiten, an Kochgasflaschen zu kommen. Durch den Engpass sind viele Familien gezwungen, auf Holz oder Kuhdung als Brennmaterial zurückzugreifen. Behörden führen die Knappheit auf globale Lieferkettenstörungen zurück, die mit dem anhaltenden Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran zusammenhängen.
Die Krise hat sich weiter verschärft, da hamsternde Käufer und inaktive Vertragskunden versuchen, sich noch vorhandene Flaschen zu sichern. Für ländliche Verbraucher gelten strengere Regeln bei der Nachbestellung: Sie müssen 45 Tage zwischen zwei Buchungen warten – 20 Tage länger als Stadtbewohner. Da Gasagenturen nur noch Teillieferungen erhalten, haben viele den Hauslieferdienst eingestellt. Die Bewohner müssen die Flaschen nun selbst abholen.
Die Preise auf dem Schwarzmarkt sind in die Höhe geschnellt. Eine Haushaltsflasche, die früher 949 Rupien kostete, wird mittlerweile für 1.500 bis 2.000 Rupien gehandelt. Gewerbliche Flaschen sind von 1.200 auf bis zu 2.600 Rupien gestiegen. Ashish Joshi, stellvertretender Lebensmittelbeauftragter, bestätigte, dass die Agenturen nicht ihre vollen Kontingente erhalten und Lieferungen bis zu acht Tage nach der Bestellung verzögert werden.
Da keine schnelle Lösung in Sicht ist, bleibt vielen Familien nichts anderes übrig, als mit täglichen Entbehrungen zu kämpfen. Viele müssen vorerst zu traditionellen, weniger effizienten Kochmethoden zurückkehren, während sie auf eine Stabilisierung der Versorgungslage warten.
Keine Entspannung beim Gasflaschenmangel in Sicht
Die Knappheit zeigt keine Anzeichen einer Besserung – im Gegenteil: Globale Spannungen und die lokale Nachfrage verschärfen das Problem weiter. Besonders betroffen sind Haushalte in ländlichen Gebieten, die mit längeren Wartezeiten und höheren Kosten zu kämpfen haben. Solange sich die Lieferketten nicht erholen, werden alternative Kochmethoden in den betroffenen Regionen voraussichtlich weiter genutzt werden.






