Gaskrise in Mumbai: Hotels kämpfen ums Überleben nach Iran-Konflikt
Hannah RichterGaskrise in Mumbai: Hotels kämpfen ums Überleben nach Iran-Konflikt
Mumbais Hotelbranche kämpft mit Zusammenbruch der Flüssiggasversorgung nach Kriegsbeginn im Iran
Seit dem Ausbruch der Kämpfe am 28. Februar leidet die Gastronomie- und Hotelbranche unter massiven Engpässen bei Flüssiggas (LPG), die die Kosten in die Höhe treiben und einige Betriebe bereits zur Schließung zwingen. Trotz Regierungszusagen auf Unterstützung müssen viele Unternehmen ihre Dienstleistungen einschränken – die Krise hält an.
Besonders betroffen sind Großstädte wie Mumbai, Delhi und Chennai, wo die Preise stark gestiegen sind. Auf dem Schwarzmarkt kostet eine einzige 19-Kilogramm-Flasche mittlerweile bis zu 6.000 Rupien. Hotels erhalten trotz angekündigter Quotenerhöhungen durch die Regierung nur einen Bruchteil des benötigten Gases.
Vijay Shetty, Präsident des Indian Hotels and Restaurants Association, sprach mit der Free Press Journal über die eskalierende Lage. Zwar hat die Regierung priorisierte Erdgasanschlüsse (PNG) für Restaurants versprochen, doch der Ausbau der Leitungen stockt. Viele Hotels verzichten inzwischen auf separate "Gasgebühren" in den Rechnungen – die Knappheit bleibt jedoch ungelöst.
Einige Restaurants mussten bereits schließen, andere haben ihre Speisekarten stark ausgedünnt, um zu überleben. Der Verband lehnt vorerst rechtliche Schritte ab und setzt stattdessen auf beschleunigte staatliche Hilfsmaßnahmen.
Doch die LPG-Krise verschärft sich weiter: Die Schwarzmarktpreise schnellen in die Höhe, während das Angebot die Nachfrage bei Weitem nicht deckt. Ohne schnelle Lösung könnten weitere Hotels ihren Betrieb drosseln oder ganz einstellen. Die versprochenen Regierungsmaßnahmen haben bisher kaum spürbare Entlastung gebracht.






