Gavin Newsom verklagt Fox News wegen Verleumdung auf 787 Millionen Dollar
Mila VoigtGavin Newsom verklagt Fox News wegen Verleumdung auf 787 Millionen Dollar
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom verklagt Fox News auf 787 Millionen US-Dollar wegen Verleumdung. Im Mittelpunkt der Klage steht der Vorwurf, der Sender habe seine Schilderung eines Telefonats mit dem früheren US-Präsidenten Donald Trump verzerrt dargestellt. Eine Richterin im Bundesstaat Delaware hat den Rechtsstreit nun nach der Überwindung einer ersten juristischen Hürde für zulässig erklärt.
Der Konflikt begann, als Newsom Fox News vorwarf, seine Darstellung eines Gesprächs mit Trump falsch wiedergegeben zu haben. Seither hat der Gouverneur angedeutet, der Sender solle den Fall entweder durch einen Vergleich beilegen oder sich öffentlich entschuldigen. Mit Beginn der Beweisaufnahme könnten bald interne Unterlagen von Fox News ans Licht kommen.
In letzter Zeit hat Newsom in der Öffentlichkeit oft mit direkter Konfrontation zu Trumps Rhetorik reagiert. Diese Strategie hat politische Beobachter zu Vergleichen veranlasst, darunter auch Bill Maher, der Parallelen zwischen Newsoms Kommunikationsstil und Trumps kämpferischem Ton erkannte. Maher zog zudem eine Verbindung zwischen der Klage des Gouverneurs und Trumps eigenen juristischen Auseinandersetzungen mit Medienhäusern.
Die Klage kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Newsom in den Reihen der Demokraten zunehmend an Einfluss gewinnt. Umfragen zählen ihn mittlerweile zu den Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur der Partei im Jahr 2028.
Nach dem Richterspruch wird das Verfahren fortgesetzt, was den Weg für einen möglicherweise langwierigen Rechtsstreit ebnet. Sollte Newsom Erfolg haben, könnte der Fall Fox News zwingen, interne Dokumente offenzulegen und hohe Schadensersatzzahlungen zu leisten. Unterdessen steigt Newsoms politisches Profil weiter – er bleibt eine zentrale Figur im Widerstand gegen Trumps Einfluss.






