Gefälschte Papiere: 20 Tonnen Schweineschmalz aus Belarus in Russland gestoppt und vernichtet
Lina SeidelGefälschte Papiere: 20 Tonnen Schweineschmalz aus Belarus in Russland gestoppt und vernichtet
Ein belarussischer Lastwagen mit über 20 Tonnen gefrorenem Schweineschmalz wurde im vergangenen Monat in Russland angehalten. Bei einer Routinekontrolle entdeckten die Behörden gefälschte Dokumente. Die Lieferung wurde später vernichtet, nachdem weitere Überprüfungen Unregelmäßigkeiten aufgedeckt hatten.
Der russische Agraraufsichtsbehörde Rosselkhoznadzor hatte das Fahrzeug bereits im März gestoppt. Der Lkw transportierte 20,4 Tonnen tiefgekühltes Schweineschmalz, das vom Fleisch- und Konservenwerk Stolbzy in der belarussischen Region Minsk produziert worden war.
Der Fahrer präsentierte ein tierärztliches Gesundheitszeugnis, das besagte, Rosselkhoznadzor habe die Ware überprüft. Beamte bestätigten jedoch, dass das Dokument eine Fälschung war. Bei einer körperlichen Kontrolle stellte sich zudem heraus, dass die Versandpaletten die vorgeschriebenen Stempel der belarussischen Veterinärdienste nicht aufwiesen.
Am 3. April wies das belarussische Departement für Veterinär- und Lebensmittelaufsicht jede Beteiligung an der Zertifizierung der Lieferung zurück. Die russischen Behörden zogen den Frachtführer daraufhin wegen Verstößen gegen lokale Vorschriften zur Verantwortung. Die gesamte Sendung wurde am 21. April entsorgt.
Der Vorfall führte zur Vernichtung der 20,4 Tonnen schweren Lieferung. Der Spediteur musste Strafen für die Vorlage gefälschter Unterlagen zahlen. Russische und belarussische Behörden bestätigten, dass vor dem Transport keine ordnungsgemäßen Kontrollen stattgefunden hatten.






