15 April 2026, 14:40

Gefälschtes Reuters-Video verbreitet falsche Selenskyj- und Orbán-Aussagen im Netz

Alte Polnische Propagandaplakat aus 1931 mit einem Mann und einer Frau in traditioneller ungarischer Kleidung, begleitet von Text und Bildern im Zusammenhang mit der ungarischen Kultur.

Gefälschtes Reuters-Video verbreitet falsche Selenskyj- und Orbán-Aussagen im Netz

Ein gefälschtes Video, das vorgibt, von der Nachrichtenagentur Reuters zu stammen, verbreitet sich derzeit im Internet. Die Aufnahme enthält falsche Aussagen über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Die Nachrichtenagentur hat bestätigt, dass sie den Inhalt weder produziert noch veröffentlicht hat.

In dem manipulierten Clip wird der Reuters-Chefredakteurin Alessandra Galloni ein erfundenes Zitat in den Mund gelegt. Zudem verbreitet das Video eine falsche Erzählung über angebliche Drohungen im Zusammenhang mit Äußerungen Selenskyjs. Das täuschende Video imitiert zwar den Berichtsstil von Reuters, weist aber deutliche Ungereimtheiten auf. Während echte Reuters-Videos das Logo der Agentur erst am Ende einblenden, zeigt die Fälschung es durchgehend. Auf keinen offiziellen Reuters-Plattformen ist eine Spur des Clips zu finden.

Die Aufnahme behauptet fälschlicherweise, Selenskyj habe vorgeschlagen, Orbáns Telefonnummer an ukrainische Militärangehörige weiterzugeben. Zudem wird behauptet, dass Mitarbeiter Orbáns nach der angeblichen Aussage Selenskyjs Drohungen erhalten hätten. Darüber hinaus wird Galloni ein erfundenes Zitat unterstellt, in dem sie angeblich sagt, Selenskyj habe "eine Grenze überschritten" und der Aufenthaltsort seiner Kinder solle öffentlich gemacht werden.

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Es gibt keinerlei Belege dafür, dass Galloni jemals eine solche Aussage getätigt hat. Das Video scheint Teil einer gezielten Desinformationskampagne zu sein, die darauf abzielt, Propaganda zu verbreiten. Reuters hat das Video nicht veröffentlicht, und es ist auf keinen ihrer verifizierten Kanäle aufgetaucht. Die falschen Behauptungen über Selenskyj, Orbán und Galloni wurden von keiner glaubwürdigen Quelle bestätigt. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Risiken manipulierter Medien bei der Verbreitung irreführender Narrative.

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