Gefälschtes Video behauptet Tod von 130 französischen Soldaten – doch es ist eine Lüge
Hannah RichterGefälschtes Video behauptet Tod von 130 französischen Soldaten – doch es ist eine Lüge
Ein gefälschtes Video, das behauptet, 130 französische Soldaten seien im Nahostkonflikt getötet worden, verbreitet sich derzeit online. Die Aufnahmen, die über russische Telegram-Kanäle geteilt werden, nutzen das Logo der Rechercheplattform Bellingcat, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen. Keine offiziellen Quellen oder Berichte bestätigen die Behauptung.
Das irreführende Video zeigt das Bellingcat-Logo zu Beginn – anders als bei den echten Veröffentlichungen der Investigativgruppe, bei denen es erst am Ende erscheint. Bellingcat selbst hat niemals einen Bericht über 130 getötete französische Soldaten in der Region veröffentlicht. Zwar sind derzeit etwa 600 französische Soldaten im Nahen Osten stationiert, doch gibt es keine Belege für die stark überhöhte Opferzahl.
Am 13. März 2026 kündigte Präsident Emmanuel Macron über seinen X-Account den Tod eines französischen Soldaten im Irak an. Dies bleibt der einzige bestätigte Todesfall bei jüngeren Einsätzen. Keine weiteren öffentlichen Aufzeichnungen oder Stellungnahmen belegen die falsche Behauptung, die online kursiert.
Die Falschmeldung im Video stützt sich auf manipulierte Markenzeichen und unbelegte Zahlen. Französische Behörden haben keine Massenverluste über den einen bestätigten Todesfall hinaus gemeldet. Trotz fehlender glaubwürdiger Beweise verbreitet sich die Behauptung weiter.






